Aristau
Schimmelbefall im Archiv, mehr Schulraum und sanierungsbedürftige Hydrantenleitungen: Darüber stimmt die Gemeinde ab

Die Gemeinde Aristau stimmt am Freitag in der Turnhalle über vier wichtige Kredite ab. Geld brauchen die folgenden Projekte: die Sanierungen des Gemeindearchivs und der Gemeindestrasse Gizlen und der Hydrantenleitung, Schaffen von mehr Schulraum und sechs neue Haltestellen.

Melanie Burgener
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Die Anzahl Schülerinnen und Schüler wächst stetig und auch der Lehrplan 21 fordert mehr Platz. (Symbolbild)

Die Anzahl Schülerinnen und Schüler wächst stetig und auch der Lehrplan 21 fordert mehr Platz. (Symbolbild)

Symbolbild: Patrick Huerlimann

Eines ist dringend notwendig, ein anderes gesetzlich vorgeschrieben und ein drittes soll zukunftsorientierte Möglichkeiten bieten. Die Bevölkerung von Aristau stimmt an der Gemeindeversammlung vom kommenden Freitag, 20. November, (20 Uhr), über vier Kredite ab. Der Gemeinderat informierte vor zwei Wochen an einer separaten Veranstaltung über die Dringlichkeit einzelner Traktanden.

Dringend ist laut Erklärung in der Einladung zur Versammlung die Sanierung und die fachmännische Erschliessung des Gemeindearchivs. Denn dort gäbe es einen Schimmelbefall, der wahrscheinlich durch den unbemerkten Ausfall des Entfeuchtungsgerätes entstanden sei. «Wird auf eine Sanierung verzichtet, kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Datenbestand vernichtet wird und gesundheitliche Beschwerden durch Archivgänge auftreten», betont die Gemeinde. Gemeindeammann René Meier ergänzt: «Es ist eine unschöne Angelegenheit, aber wir sind genötigt, das zu machen.» Der Kreditantrag dafür beträgt 244000 Franken.

Mehr Kinder und Lehrplan 21 verlangen Erweiterung

Weiter stimmt Aristau am Freitag auch über einen Planungskredit in der Höhe von 94000 Franken für eine Schulraumerweiterung ab. Denn in den kommenden Jahren würden immer mehr Kinder die Schule der Gemeinde besuchen. Laut erstellten Prognosen soll die momentane Anzahl von 80 bis zum Schuljahr 2026/2027 auf 110 bis 115 Schüler steigen. Weiter würde auch der Lehrplan 21 dazu beitragen, dass der Schulraum erweitert werden müsse, so René Meier.

«Eine zukunftsorientierte Möglichkeit zur Schulraum­erweiterung ergibt sich mit gezielten Anpassungen der bestehenden Schulliegenschaften in Kombination mit einer Gebäudeaufstockung», erklärt die Gemeinde in der Einladung. Dazu sagt der Gemeindeammann: «Wir wissen klar und deutlich, dass die Schulraumerweiterung nötig ist.» Er glaube auch, dass alle diese Notwendigkeit verstanden hätten. Mehr Auskunft wollte er zu diesem Thema nicht geben, eine neutrale Stellung sei ihm wichtig.

Alle sechs Haltestellen müssen hindernisfrei werden

Kredit Nummer drei, ein Verpflichtungskredit in der Höhe von 180'000 Franken, wird für die Erstellung von Wartehäuschen an den sechs Bushaltestellen in Aristau und den Dorfteilen Althäusern und Birri benötigt. Dabei handelt es sich um eine gebundene Ausgabe. Denn das Behindertengleichstellungsgesetz verlangt bis 2023 hindernisfreie Bauten und Anlagen im öffentlichen Verkehr. Neben den Häuschen beinhaltet das auch neue Busbuchten, damit die Busse künftig nicht mehr auf der Hauptstrasse halten müssen.

Ein Kreditantrag von 310'000 Franken wird für die Sanierung der Gemeindestrasse Gizlen und der Hydrantenleitung gestellt. Die Strasse sei 2013 als kritisch und die Hydrantenleitung sogar als schlecht beurteilt worden. Seither habe es einige Leitungsbrüche gegeben. «Aufgrund Erschliessungsbegehren an die Hydrantenleitung der direkten Anstösser steigt das Risiko, dass die veraltete Leitung durch Erschütterungen zusätzlich beschädigt wird und ein Leitungsbruch erfolgt. In diesem Fall ist die Sanierung der Teilstrecke unumgänglich», heisst es.

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