Wohlen
Schaulaufen Eislaufclub: Ein magischer Schluss hinter eine gute Saison

Eislaufen liegt im Trend. Über 200 Eiskunstläuferinnen des Eislaufclubs Wohlen zauberten am Schaulaufen ihre besten Einlagen auf das Eis. Das Niveau der Athletinnen war hoch, die Show gelungen. Dem Eislaufclub fehlt nun eigentlich nur noch etwas zum Glück.

Tim Honegger (Text und Fotos)
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Eislaufclub Wohlen Schaulaufen
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Auch Fabegestalten dürfen am magischen Schaulaufen nicht fehlen - Josefin Koren mit der Nummer Zwergentanz.
Lynn Müller zaubert ein wenig Broadway-Feeling auf die Wohler Kunsteisbahn
Lynn Müller zaubert ein wenig Broadway-Feeling auf die Wohler Kunsteisbahn.
Rund 600 Besucher wollten sich das diesjährige Schaulaufen nicht entgehen lassen.
Rund 600 Besucher wollten sich das diesjährige Schaulaufen nicht entgehen lassen
Wo Magie ist, sind die Hexen nicht weit - die 3. Sternli kurven elegant durcheinander.
Spanische Tänze und Kunsteis vertragen sich bestens, wie Cheyenne Dubler beweist.
Luana Richetti zeigt, dass man Dschungel und Eisfläche durchaus kombinieren kann.
Auch in der Liebe liegt Magie - bei Seraina Brunners Kür geht es um Romantik
Die 2. Sternli präsentieren dem Motto getreu die Nummer Magic Rabbits.
Die 4. Sternli präsentieren als letzte Gruppe ihre Übung

Eislaufclub Wohlen Schaulaufen

Aargauer Zeitung

Das Eislaufen boomt in Wohlen. Über 200 Athletinnen kurvten am Schaulaufen zum Motto «Magic» über das Eis und setzten damit der ausklingenden Saison einen würdigen Schlusspunkt. Mehr als die Hälfte davon waren Eislauf-Neulinge, sogenannte 1. Sternli.

«Vor einigen Jahren sorgten die erfolgreichen Schweizer Eiskunstläufer für einen grossen Zulauf, die neuen Mitglieder verdanken wir jedoch fast nur der Mund-zu-Mund-Propaganda», sagt Rodolfo Leuthold, Präsident des Eislaufclubs Wohlen. Es scheine sich herumzusprechen, dass in ihrem Club ein gutes Vereinsklima herrsche.

Dieses bringen die Eiskunstläuferinnen auch auf dem Eis zum Ausdruck: Der Startschuss fällt mit einer Showeinlage der Kleinsten, die begleitet von den älteren Kolleginnen ihre allerersten Elemente präsentieren. Im weiteren Verlauf des Nachmittags wird klar: Es sind grosse Fussstapfen, die vor ihnen liegen. Die Übungen der älteren Eiskunstläuferinnen sind elegant und verspielt zugleich.

Obwohl an diesem Nachmittag ganze 25 Übungen gezeigt werden, hat jede einzelne davon ihren individuellen Charakter: Sei es das mysteriöse Treiben der Hexen auf dem Eis (3. Sternli), einen temperamentvollen spanischen Tanz (Cheyenne Dubler) oder die athletische Darstellung einer Romanze (Seraina Brunner).

Der Kopf hinter all diesen Übungen ist die Trainerin und Choreografin Renate Leuthold. Gemeinsam mit den Eiskunstläuferinnen entwickelte sie in den vergangenen fünf Monaten die verschiedenen Übungen. Ihr ist es mitunter zu verdanken, dass sämtliche 30 Kadermitglieder die Stiltests zum Erreichen der nächsten Schwierigkeitsstufe erreicht haben – die Erfolgsquote bei den jüngeren Eiskunstläuferinnen liegt ebenfalls bei fast 100 Prozent.

Sportlich und personell ist der Eislaufclub Wohlen also bestens aufgestellt – nun fehlt nur noch die neue Eisbahn. «Wir werden uns freuen, wenn es dann so weit sein wird», sagt Leuthold mit vorsichtigem Optimismus.