Die Aussenbecken waren am Samstag mit den aufwendig gebauten Schiffen nur zeitweise zu befahren, weil es immer wieder regnete. Am Sonntag zeigte Väterchen Frost den Modellschiffbauern seine kalte Schulter. ASK, frotzelte ein Klubmitglied, heisst auch: «Alle sind kältefest».

Als Segen erwies sich die Eishalle, die eine grossartige Ausstellung von Modellschiffen unter seinem schützenden Dach ermöglichte, auch wenn man sich mit warmen Kleidern vor Kälte und Durchzug schützen musste. Hier präsentierten die Modellschiffbauer aus der halben Schweiz ihre Schiffe – vom Hafenschlepper über den Seenotretter oder das Kriegsschiff, Fischer- und Segelboote bis hin zu prächtigen Passagierschiffen, Jachten und Dampfern.

Die Mitglieder des ASK hatten, angesichts der schlechten Wetterprognosen, in der Halle zwei befahrbare Notbecken aufgebaut. Sie wurden einerseits von den Modellbauern, andererseits von Kindern, die hier für kleines Geld einmal selbst ein Modellschiff steuern konnten, gerne genutzt. Mit von der Partie waren auch Modelllastwagen- und Modellpanzerbauer, die in der Halle zur Freude des Publikums zwischen den Tischreihen mit den ausgestellten Schiffsmodellen herumkurvten.

Impressionen vom Schaufahren des Aargauischen Schiffsmodellbau-Klubs

Impressionen vom Schaufahren des Aargauischen Schiffsmodellbau-Klubs

Auch für das Publikum, das sich durch das schlechte Wetter und die kühlen Temperaturen nicht von einem Besuch abhalten liessen, gab es attraktive Vorführungen. Besonders beeindruckend war jene von Heinz Althaus vom Modellschiffklub Winterthur: Er ist Weltmeister von 2015 und hat mit seiner «Albatros» schon mehrfach Gold geholt.

Das Schiff für das Institut für Meeresforschung kann nicht nur ein Beiboot oder eine Boje ferngesteuert absetzen. Der Hund an Bord kann bellen, fällt, weil er durch einen Knall erschrickt, ins Wasser und lässt sich von einem Matrosen retten. Sogar das Klirren der Biergläser ist zu hören, wenn die Crew nach erfüllter Mission im Heimathafen den Feierabend begeht.

Die ausgestellten Schiffe beeindruckten mit technischen Funktionen, mit massstabgetreuer Ausführung, mit grosser Liebe zum Detail, mit dem handwerklichen Geschick, das hinter den fertigen Modellen steckt. Viele Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert, und vielleicht wurde an diesem Schaufahren, trotz misslichem Wetter, da oder dort der Modellbau-Virus übertragen.