Sins
Schaltet die Ampel für den Nachtbus auf Grün?

Am Jugendmitwirkungstag wurde an Transportfragen, am Skatepark-Projekt und am Jugendhaus gefeilt. «Die Chancen stehen gut, dass ein Nachtbus ab Bahnhof Zug in Richtung Oberfreiamt als Pilotprojekt eingeführt wird», sagte Gemeinderätin Yvonne Notter.

Barbara Hagmann
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Die Sinser Jugend lotet verschiedene Möglichkeiten für einen BMX- oder Skatepark aus.

Die Sinser Jugend lotet verschiedene Möglichkeiten für einen BMX- oder Skatepark aus.

Nachtbusse sind in Sins ein Bedürfnis. Bereits beim ersten Jugendmitwirkungstag vor drei Jahren kam das Thema auf den Tisch. Damals wurde über eine Nachtverbindung von Zug ins Oberfreiamt diskutiert.

Die Gemeinderätin Yvonne Notter nahm am Samstag am zweiten Jugendmitwirkungstag teil und verkündete, dass vielversprechende Gespräche mit der Zugerland Verkehrsbetriebe AG (ZVB) laufen. «Die Chancen stehen gut, dass ein Nachtbus ab Bahnhof Zug in Richtung Oberfreiamt als Pilotprojekt eingeführt wird», sagte Notter. Dieser würde freitag- und samstagnachts um zirka zwei Uhr in Richtung Oberfreiamt verkehren.

Zudem wurde eine weitere nächtliche Transportmöglichkeit angeregt. Nach dem Sporttraining oder Ausgang stehen in Sins keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung, um die Jugendlichen zu chauffieren. Hierbei wurde das Nachttaxi im Kelleramt als Vorreiter beleuchtet und nach Lösungen gesucht, einen entsprechenden Fahrdienst auch in Sins einzuführen. Bevor eine Machbarkeitsstudie lanciert wird, muss eine seriöse Bedarfsabklärung durchgeführt werden.

Ferner beschäftigte sich die Sinser Jugend mit der Frage, wie ihr Jugendhaus ansprechender gestaltet werden könnte. Vom simplen Neuanstrich über optimierte Beleuchtung bis hin zum Wohlfühl-Ambiente waren die Vorstellungen schon sehr konkret. Auch welche Dienstleister für die Ausführungen oder für Tipps kontaktiert werden müssen, war Bestandteil ihres Konzepts.

Eine weitere Gruppe arbeitete am Entwurf eines BMX- oder Skateparks. Mögliche Standorte wurden erörtert. Ob die Anlage aus Holz, Beton oder einem aufblasbaren Bigairbag bestehen soll, ist noch nicht ausgelotet. Als nächster Schritt müssen sich die Jugendlichen um die Bewilligung und um das Sponsoring kümmern.

«Beim Jugendmitwirkungstag geht es primär um den Lernprozess der Jugendlichen», betonte Simone Allenspach, Jugendarbeiterin Sins. Es sei nicht massgebend, welche Projekte realisiert werden können; es ginge vielmehr darum, dass sich die Jugendlichen ernsthaft mit der Materie auseinandersetzen. «Oft müssen Hürden genommen werden und es braucht auch manchmal einen längeren Atem, bis die Umsetzung erfolgt», sagte Allenspach.

Die von den 17 Jugendlichen erarbeiteten Konzepte waren zwar noch nicht ausgereift, zeigten aber bereits begehbare Wege auf. «Es sind Mini-Projekte, die schrittweise umgesetzt werden können», sagte Allenspach und führte weiter aus: «Wir stellen unser Know-how zur Verfügung. Das Projekt zum Fliegen bringen müssen die Jugendlichen dann aber selbst.»