Wohlen
Sauna und Open-Air-Kino im Schnee: Tolle Woche für Wohler Schüler

228 Oberstufenschüler geniessen eine abwechslungsreiche Woche voller Höhepunkte in fünf Bündner Lagern. Die Schüler seien so motiviert, wie noch nie, so Lagerleiterin Jennifer Bühlmann.

Dominique Bitschnau(Text und Fotos)
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Viel Spass im Schnee: Die Wohler Schüler und Schülerinnen im Schneesportlager.
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Verschnaufpause: Die Posten sind anstrengend, machen aber sichtlich Spass.
Welcher Posten als nächstes dran ist, entscheidet der Würfel.
Viel Spass im Schnee: Die Wohler Schüler und Schülerinnen im Schneesportlager.
Verschnaufpause: Die Posten sind anstrengend, machen aber sichtlich Spass.
Verschnaufpause: Die Posten sind anstrengend, machen aber sichtlich Spass.
Viel Spass im Schnee: Die Wohler Schüler und Schülerinnen im Schneesportlager.
Viel Spass im Schnee: Die Wohler Schüler und Schülerinnen im Schneesportlager.
Viel Spass im Schnee: Die Wohler Schüler und Schülerinnen im Schneesportlager.
Viel Spass im Schnee: Die Wohler Schüler und Schülerinnen im Schneesportlager.
Viel Spass im Schnee: Die Wohler Schüler und Schülerinnen im Schneesportlager.
Schneeschuhlaufen ist nicht leicht.
Welches ist der nächste Posten?
Welcher Posten als nächstes dran ist, entscheidet der Würfel.
Chillen auf dem Sofa.
Die Wohler Schüler geniessen das Schneesportlager in Selva.
Einspielen für das Ping-Pong Turnier.

Viel Spass im Schnee: Die Wohler Schüler und Schülerinnen im Schneesportlager.

Dominique Bitschnau

Eine Gruppe Jugendlicher steht um einen Berg von Schnee. Aus dem kleinen Hügel schaut ein Schnorchel heraus. Die Schüler diskutieren, schreien herum, einer setzt sich sogar auf den Schneeberg. Was ist denn hier los? Plötzlich bewegt sich der Schneehaufen und ein Schüler taucht auf. Er ist noch ganz weiss. «Aufgabe erfüllt», ruft der Lehrer. Die Schüler jubeln und grölen.

Schauplatz Selva in den Bündner Bergen: Zwei Schneelager aus Wohlen haben sich zusammengetan und veranstalten gemeinsam einen Spielnachmittag. An insgesamt 56 Posten müssen die Schüler Aufgaben zu Themen wie Wissen, Geschicklichkeit, Sport und Allerlei lösen. Das golfplatzgrosse Spielfeld ist voller Bewegung: Hier wälzen sich die Schüler am Boden, dort werfen sie Schneebälle, da machen sie eine Schneeschuhstafette oder – wie schon erwähnt – buddeln ihre Teamkollegen im Schnee ein. Mehr als zwei Stunden ist die grosse Gruppe vollkommen im Spiel vertieft. Obwohl ihnen unterdessen bestimmt fast die Füsse vor Kälte abfallen, zeigen die 53 Kinder keine Anzeichen von Müdigkeit.

Open-Air-Kino im Schnee

Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich. Man merkt, die Gruppe hat ein richtiges Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt. «Wir sind wie eine kleine Familie», bestätigt die Schülerin Melanie. Viele der Teilnehmer waren sogar schon mehr als einmal dabei. Für Dominik Holliger, Lagerleiter in Selva, ist der gute Zusammenhalt eine der Erklärungen für die Beliebtheit des Lagers. Immer mehr Schüler wollen ins Schneelager, das ein bisschen an ein Pfadicamp im Winter erinnert. Holliger erklärt weiter: «Wir bieten eine Plattform für Kreativität und machen Dinge, die es sonst nirgends gibt.» Sportarten wie Langlauf werden ausprobiert und sogar eine Sauna im Schnee gebaut.

Unterdessen haben sich doch ein paar Schüler hingesetzt, um mit Schokoriegeln neue Energie zu tanken. Was ihnen bis jetzt wohl am besten gefallen hat? «Das Open-Air-Kino im Schnee fand ich cool», verrät der 15-jährige Joel. Cool im Sinne von kalt war der Anlass bestimmt. Als Sitze dienten individuelle Sessel aus Schnee, welche die Schüler selber konstruierten. Zum Film gab es Popcorn und anstatt Soda für einmal heissen Tee zum Aufwärmen.

Dass ihnen das Lager gefällt, sagen die Schüler nicht nur, sondern man hört es auch schon von weitem. Nur etwas bemängeln einige: das Essen. «Die Gerichte sind nicht so fein», gibt ein Viertklässler zu. Anscheinend wird aber nur in einem der zwei Schneelager in Selva nicht so gut gekocht. In welchem, wird natürlich nicht verraten.

So motivierte Schüler wie noch nie

Selbe Zeit, anderer Ort: Nur ein Dorf weiter, in Sedrun, ruhen sich die Ski- und Snowboardfahrer von einem langen Tag auf der Piste aus. Besonders die Anfänger – dieses Jahr gibt es ganze zwölf davon – haben viel geleistet. «Ich bin erstaunt, wie grosse Fortschritte sie schon gemacht haben», verrät Jennifer Bühlmann, Lagerleiterin des Schneesportlagers Sedrun.

Bis jetzt habe noch kein Schüler den Kopf in den Schnee gesteckt. «Wir hatten noch nie so motivierte Kinder», freut sich Bühlmann. Motivierte Schüler haben meist auch viel Energie. Die Lehrerin erzählt lachend: «Einmal wollte eine Gruppe einfach nicht schlafen. Da mussten wir sie um elf Uhr nachts noch auf einen Spaziergang schicken.» An diesem Abend werden aber bestimmt alle müde in die Lagerbetten fallen. Auf dem Programm steht die Pingpong-Olympiade. Schon jetzt springen einige Schüler um den Pingpong-Tisch und wärmen sich auf. Es sieht nach einem weiteren Höhepunkt der Lagerwoche aus.