Sarmenstorf
Ein Nazi-Archäologe erforschte Grabhügel im Aargau - und fälschte die Ergebnisse

Hans Reinerth (1900–1990) war ein Star, als er mit nur 27 Jahren die bronzezeitlichen Grabhügel im Sarmenstorfer Zigiholz erforschte. Erst viel später wurde bekannt, dass der deutsche Archäologe einige Ergebnisse seiner Forschung schlicht erfunden hatte, damit sie in sein Germanenbild passten. Experten zeigen auf, wie das passieren konnte.

Andrea Weibel Jetzt kommentieren
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Pitsch Schmid, Mitglied der Historischen Vereinigung Seetal, Moderator und AZ-Autor Jörg Meier und Georg Matter, Leiter Abteilung Kultur (von links), diskutierten das Thema aus verschiedenen Gesichtspunkten.

Pitsch Schmid, Mitglied der Historischen Vereinigung Seetal, Moderator und AZ-Autor Jörg Meier und Georg Matter, Leiter Abteilung Kultur (von links), diskutierten das Thema aus verschiedenen Gesichtspunkten.

zvg/Thomas Marbach

«Haben die noch alle Tassen im Schrank?!», fragte sich Pitsch Schmid, Mitglied der Historischen Vereinigung Seetal, als er vor zwei Jahren hörte, dass die Grabhügel im Zigiholz im Sarmenstorfer Wald wieder aufgeschüttet werden sollten. Bis dahin lagen zwei steinerne Gräber frei, die ihrer Form wegen als Sichel- und Hufeisengrab bekannt waren und besichtigt werden konnten.

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