Sarmenstorf
Seifenblasen, Kicker und Zuckerwatte: Statt Jugendfest gab es einen Überraschungsmorgen für alle 255 Schüler

Schon im zweiten Jahr mussten die Sarmenstorfer Schülerinnen und Schüler ihre Hoffnung auf ein Jugendfest begraben. Umso überraschter waren sie am Freitagmorgen, als sie, statt am Pult zu sitzen, verschiedene Spiele machen, sich schminken lassen und einfach Spass haben durften.

Andrea Weibel
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«Die ist feiiiiiin!», waren sich die Kinder über die Zuckerwatten einig. daneben gab’s auch ein Znünisäckli samt Getränk für jedes von ihnen.

«Die ist feiiiiiin!», waren sich die Kinder über die Zuckerwatten einig. daneben gabs auch ein Znünisäckli samt Getränk für jedes von ihnen.

Andrea Weibel

Als die 255 Schülerinnen und Schüler von Primar und Kindergarten am Freitagmorgen wie üblich in ihre Klassenzimmer gehen wollten, verstanden sie die Welt nicht mehr. Ihre Lehrerinnen und Lehrer brachten sie stattdessen auf den Pausenplatz. Dort brachen sie in tosenden Jubel aus, als ihre Schulleiterin Sandra Henkes freudig verkündete, dass sie an diesem Morgen nicht lernen mussten, sondern jede Menge Spass haben dürften.

Schulpflegerin Alexandra Bolliger erzählt:

«Weil die Kinder schon das zweite Jahr auf ein Jugendfest verzichten müssen, fanden wir, dass sie immerhin etwas Spezielles zu gute hätten.»

So organisierte sie zusammen mit der Schulleitung verschiedene Spiele, die die 255 Kinder an diesem zwar regnerischen aber doch einzigartigen Morgen mit ihren Klassenkameraden spielen durften. Daneben sorgten Mitglieder der Heuröpfel-Gugger für farbenfrohe Airbrush-Bilder auf den Wangen. Und natürlich war auch der Zuckerwattemann ein grosses Highlight.

Mitglieder der Heuröpfel-Gugger sprayten den Kindern hübsche Airbrush-Bilder auf die Wangen.

Mitglieder der Heuröpfel-Gugger sprayten den Kindern hübsche Airbrush-Bilder auf die Wangen.

Andrea Weibel

Die Kinder rollten selbst wie Bälle auf dem Rasen herum

Auf dem Fussballrasen hätte eigentlich dem Fussball hinterhergerannt werden sollen. Doch den vergassen die Klassen ganz schnell. Sie hatten schon genügend Spass dabei, sich gegenseitig herumzurollen – in grossen Bubble-Soccer-Kugeln natürlich. Da passierte es nicht selten, dass ein Kind kopfüber im Ball auf dem Rasen abwartete, bis es von einem Gspänli wieder auf die Füsse gerollt wurde. Dabei lachten sie von Herzen und wären am liebsten den ganzen Tag in den Bällen geblieben.

Bubble Soccer – da stand öfter mal ein Kind Kopf und musste lachend warten, bis seine Gspändli es wieder richtig herum rollten.

Bubble Soccer – da stand öfter mal ein Kind Kopf und musste lachend warten, bis seine Gspändli es wieder richtig herum rollten.

Andrea Weibel

Auch die Fotobox, die witzige Erinnerungsfotos von den verkleideten Schülern schoss, war ein Highlight. Ebenso das Riesen-Jenga, bei dem die Kinder ihre fehlende Körpergrösse problemlos umgingen, indem sie sich spontan huckepack nahmen und so die Holzteile weiter oben auf den Stapel legen konnten.

Der Zuckerwattemann war ein Highlight.

Der Zuckerwattemann war ein Highlight.

zvg

Auch das Jugendmobil der regionalen Jugendarbeit hatte viele spannende Spiele zu bieten. Darunter einen Töggelikasten und jede Menge Jonglage-Utensilien. Insgesamt waren es sechs Stationen für die Primarschüler und drei für die Kindergärtler, die sie der Reihe nach besuchen durften. Schulleiterin Henkes war sichtlich glücklich:

«Es ist zwar schade, dass es gerade heute regnen musste, aber dem Spass der Kinder scheint das keinen Abbruch zu tun. Wir finden, diesen Morgen haben sie zugute.»
Verkleiden für die Fotobox.

Verkleiden für die Fotobox.

zvg

Dabei war es eine grosse Überraschung für alle Kinder, aber auch die Lehrerschaft erfuhr erst zwei Tage vorher von der grossen Aktion. Henkes berichtet gut gelaunt zwischen den freudig lärmenden Kindern: «Wir freuen uns, dass wir sie damit überraschen konnten, denn auch die Eltern wussten von gar nichts.»

Auch das Jugendmobil hatte viel zu bieten.

Auch das Jugendmobil hatte viel zu bieten.

zvg