Muri
Sanierung Zürcherstrasse: Fünf Monate mit den Umleitungen leben

Die letzte Etappe im Werkleitungsbau und Sanierung Zürcherstrasse im Kreuzungsbereich beginnt. Zwischen dem 2. Mai und dem 30. September wird der Verkehr umgeleitet.

Eddy Schambron
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Bei der Einfahrt Talstrasse in die Zürcherstrasse geht ab 2. Mai für fünf Monate gar nichts mehr für den motorisierten Verkehr.

Bei der Einfahrt Talstrasse in die Zürcherstrasse geht ab 2. Mai für fünf Monate gar nichts mehr für den motorisierten Verkehr.

Eddy Schambron

Was jetzt? Es herrscht Unklarheit um die Ankündigung einer Sperrung im Zusammenhang mit der Sanierung Zürcherstrasse und dem Bau des neuen Kreisels: Welche Strassenabschnitte werden wie geschlossen? Wie und wo werden Umfahrungen signalisiert? Sicher ist: Das Bachmatten-Wohnquartier und die Badi bleiben motorisiert nur über Umwege zugänglich.

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt schreibt, dass «die Durchfahrt der Kantonsstrasse K 357 im Abschnitt Zürcherstrasse» vom 2. Mai bis 30. September, also für fünf Monate, «für jeglichen Motorfahrzeugverkehr gesperrt» ist. Es setzt voraus, dass jedermann weiss, welche Strasse die K 357 (Talstrasse) ist. Die Abteilung Bau und Planung Muri wiederum hält in einem Inserat im «Freiämter» fest, dass aus Gründen der Verkehrssicherheit «die Durchfahrt für Motorfahrzeuge über die Klosterfeldstrasse im Abschnitt Zürcherstrasse gesperrt werden» muss. Heisst das nun, dass die Talstrasse doch befahrbar bleibt?
Der Gemeinderat Muri macht es in seinen Mitteilungen genauer: «Die Umstellung für die Betonarbeiten am Kreisel haben zur Folge, dass sich die Verkehrsführung auf der Zürcher-, der Tal- und der Klosterfeldstrasse verändern wird. Für den Ausbau des Knotens und aus Gründen der Verkehrssicherheit muss die Zu- und Wegfahrt über die Talstrasse und die Klosterfeldstrasse gesperrt werden.»

Fahrverbot missachtet

«Man kann in dieser Zeit sowohl von der Talstrasse als auch von der Klosterfeldstrasse her zwar bis an die Baustelle des neuen Kreisels gelangen, nicht aber in die Zürcherstrasse hineinfahren», stellt Bauleiter Heinz Mathis klar. Eine mit einer Ampelanlage geregelte Einfahrt von der Talstrasse in die Zürcherstrasse, wie sie in einer früheren Phase gewährleistet war, sei nicht möglich. «Das Problem war, dass der Bus vom Schulhaus her kam und mit einer Fernbedienung die Ampel umschalten konnte. Wenn plötzlich zeitlich zwei Busse auf der Kreuzung ankamen und ihre Fernbedienung drückten, legten sie damit sozusagen den Verkehr auf der Zürcherstrasse lahm.»
Aus diesem Grund wurde in Absprache mit Postauto Schweiz auf diese Lichtsignalanlage verzichtet. Die Verkehrsführung wurde so gestaltet, dass man zwar von der Zürcher- in die Talstrasse fahren kann, nicht aber umgekehrt.

«Allerdings wird das Fahrverbot Richtung Zürcherstrasse nicht von allen beachtet. Zweimal gab es deswegen fast einen Unfall», weiss Mathis. Angesichts dieser Situation sei der Entschluss gefasst worden, für die kommende Bauphase die Einfahrten von der Tal- und der Klosterfeldstrasse in die Zürcherstrasse während der erwähnten Bauzeit komplett zu sperren.
Ein Problem bleibt trotzdem: «Auch beim Lichtsignal Zürcherstrasse wird viel bei Rot noch weitergefahren. Auf der anderen Seite ist dann schon grün, ohne dass die Fahrzeuglenker fahren könnten.»

Umleitungen nötig

Im Bachmatten-Quartier ist man über die Ankündigung nicht glücklich. Sie müssten lange Umwege fahren, reklamieren Bewohnerinnen und Bewohner. Lieferanten und Auswärtige hätten Mühe, ihr Domizil zu finden. Schliesslich werde der Badi-Betrieb empfindlich gestört. Vizepräsidentin Milly Stöckli erklärt, der Kanton als Bauherr sei bestrebt, das Bauwerk mit möglichst wenigen Einschränkungen zu realisieren. «Die Sperrung hat ihren Grund unter anderem auch in der aufwendigen Verlegung der Werkleitungen.»

Die frühzeitige und klare Signalisierung der Umleitungen sei ebenfalls Aufgabe des Kantons. «Die Situation hatten wir schon einmal in einer früheren Bauphase», sagt Stöckli. «Der Gemeinderat kann nur beim Kanton darauf hinwirken, dass die Situation und die Verkehrsführung frühzeitig und deutlich signalisiert werden.»

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