Bremgarten

Sanierung zu teuer: VBS will Mehrzweckhalle durch Neubau ersetzen

In filigraner Holzbauweise: So soll die neue Mehrzweckhalle beim Waffenplatz Bremgarten aussehen.Visualisierung: Quelle VBS/DDPS

In filigraner Holzbauweise: So soll die neue Mehrzweckhalle beim Waffenplatz Bremgarten aussehen.Visualisierung: Quelle VBS/DDPS

Beim Waffenplatz Bremgarten soll die baufällige Mehrzweckhalle durch einen Neubau an anderer Stätte ersetzt werden. Eine Sanierung der alten Halle wäre zu kostspielig.

Jedem Verkehrsteilnehmer entlang der Bremgarter Umfahrung Richtung Wohlen ist der markante Hallenbau unterhalb des Doppelkreisels ein Begriff. Manch einer dürfte sich vielleicht in der Mehrzweckhalle schon körperlich ausgetobt haben – als Angehöriger der Armee oder im privaten Vereinsleben. Seit Anfang der Achtzigerjahre steht die Mehrzweckhalle des Waffenplatzes Bremgarten dort.

Nun sind die Tage des Baus gezählt. Die Halle soll abgerissen und das Gebiet renaturiert werden. Als Ersatz wird eine neue Mehrzweckhalle an einem anderen Standort auf dem Waffenplatz gebaut. Das entsprechende Baugesuch des VBS und von Armasuisse Immobilien liegt im Rahmen des militärischen Plangenehmigungsverfahrens ab sofort noch bis zum 7. September auf der Stadtverwaltung auf.

Sanierung wäre vergleichbar mit Neubau

Die derzeitige Halle wurde seit Inbetriebnahme intensiv genutzt und «die Bausubstanz hat dem Alter entsprechend das Ende der Lebensdauer erreicht», heisst es in den Unterlagen. Eine Sanierung am ­jetzigen – eher abseits gelegenen – Standort wäre zu kostspielig und vergleichbar mit einem Neubau.

Weiter heisst es: «Bei einem Verzicht müsste die bestehende Mehrzweckhalle in absehbarer Zeit geschlossen werden.» Die Sportausbildung auf dem Waffenplatz Bremgarten, der eine durchschnittliche Belegung von nahezu 100 Prozent aufweist, wäre dann nicht mehr gewährleistet. Nutzer der Anlage ist der Lehrverband Genie/Rettung/ABC.

Die alte Mehrzweckhalle hat bald ausgedient.

Die alte Mehrzweckhalle hat bald ausgedient.

Die neue Halle soll im Gebiet «Oberi Allmänd» in unmittelbarer Nähe zur Soldatenstube und dem Personalhaus gebaut werden. Sie wird nebst der militärischen Sportausbildung auch Veranstaltungen bis 1000 Personen ermöglichen. Im Gegensatz zur baufälligen alten Halle mit einer Stahlkonstruktion wird der Ersatzbau als filigraner Holzbau konzipiert.

Neue Halle soll ab Dezember 2022 bereit sein

«Im Eingangsbereich schafft das weitauskragende Dach einen einladenden und überdeckten Vorplatz», heisst es im Bericht. Die Stromversorgung wird mit einer Fotovoltaik­anlage auf dem Dach sichergestellt. Im Innern wird der Bau teilweise zweigeschossig. Im Erdgeschoss gibt es Räume für eine Mehrzwecknutzung, im Obergeschoss liegen die Garderoben. Nebst der Doppelsporthalle mit den Massen 23,5 × 44 Meter ­entsteht unter anderem ein 200 Quadratmeter grosser ­Fitnessraum. Wie bisher könne die Infrastruktur abends und an Wochenenden für zivile ­Nutzungen zur Verfügung gestellt werden.

Der Zeitplan sieht vor, dass das Projekt ohne Verzögerungen zwischen Juli 2021 und November 2022 realisiert werden kann und ab Dezember 2022 die neue Halle bereit ist. Erst dann soll mit dem Rückbau der Alten begonnen werden. Ist dieser beendet, wird dort eine Heudruschsaat aus der Region angesät. Diese Wiesenfläche wird wie die übrigen als Biodiversitätsfläche behandelt werden.

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