Mutschellen
Sanierung und Systemwechsel bringen grosse Veränderung an der Kreisschule

An der Abgeordnetenversammlung der Kreisschule Mutschellen informierte Hans Gysel über den aktuellen Stand der des Projekts Sanierung und Erneuerung der KSM1 und Turnhalle. Sechs Kriterien sollen helfen, den richtigen Generalunternehmer zu finden.

Dominic Kobelt
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Die Schulküche wird vorübergehend im Jugendraum eingerichtet. kob

Die Schulküche wird vorübergehend im Jugendraum eingerichtet. kob

Für 17,24 Mio. Franken soll das Kreisschulhaus KSM1 und die Turnhalle saniert werden. Die Anträge bei den beteiligten Gemeinden wurden gutgeheissen, an der Abgeordnetenversammlung der Kreisschule Mutschellen informierte Hans Gysel über den aktuellen Stand des Projekts. Um im Submissionsverfahren den richtigen Generalunternehmer auszuwählen, wurden unterschiedlich stark gewichtete Kriterien definiert: Der Preis zählt zu 60%. 17,24 Millionen tönten zwar nach viel Geld, seien aber für ein so grosses Projekt ein enger Rahmen, sagte Gysel. Damit dieser Rahmen dennoch eingehalten werden kann, hat man eine doppelte Optionenliste: Das bedeutet, dass in einigen Bereichen auf günstigere Varianten ausgewichen wird, sollten sie den Budgetrahmen sprengen.

Auch Region und Lehrlinge zählen

Als zweites Kriterium zählt zu 20 Prozent die Erfahrung der Schlüsselpersonen – also die Referenzen der Projekt- und Bauleiter. Zu 10 Prozent fällt die Terminierung ins Gewicht, also die Gewährleistung der Zwischen- und Endtermine. Zu je fünf Prozent werden die Kriterien Umwelt und Lehrstellen berücksichtigt. Unter dem Stichwort Umwelt wird insbesondere der Anfahrtsweg berücksichtigt, ein kleiner Bonus für die Unternehmen der Region. Das Angebot an Lehrstellen ist den Abgeordneten der Kreisschule ebenfalls wichtig – einige hätten ihm gerne gar noch mehr Gewicht gegeben.

Der Terminplan ist straff: Ab 1. September soll die Offerteneingabe erfolgen, Ende September der Vergabeentscheid fallen. Ende Dezember, Anfangs Januar 2015 wird dann gezügelt und anschliessend können die Bauarbeiten beginnen. Frühstens nach einem Jahr, spätestens aber im Sommer 2016 werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

Gut sieht es bei der Projektierung aus, die bald abgeschlossen ist, und das erst noch rund 100 000 Franken tiefer als die budgetierten 660 000 Franken.

Kochherd statt Pingpong

Wegen der Sanierung der KSM1 braucht es eine Ersatz-Schulküche. Keine der vier Verbandsgemeinden hat Räume, die sie zur Verfügung stellen könnte. Deshalb beschlossen die Abgeordneten einen Kredit über 110 000 Franken, mit dem der «Underground» zur Küche umfunktioniert wird. Im Jugendraum wird also der Pingpongtisch einem Kochherd weichen. Es handelt sich dabei um Occasion-Geräte, die früher in der Schulküche der KSM2 standen. Ein Teil der Investition ist sogar nachhaltig – schliesslich macht eine Kochecke auch im Jugendraum Sinn.

17 Lehrer weniger

Astrid Winkler, Präsidentin der Schulpflege, informierte über weitere grosse Veränderungen: Mit der Umstellung auf 3 anstelle von 4 Jahren Oberstufe kommen in diesem Sommer keine neuen Schüler an die Kreisschule. Nachdem im letzten Jahr bereits 9 Lehrpersonen die KSM verlassen haben, sind es in diesem Sommer 17 – einige haben gekündigt, wechseln auf andere Berufe oder Schulen und einigen musste gekündigt werden.

Im kommenden Schuljahr wird der mit der Sanierung verbundene Umzug zur logistischen und organisatorischen Herausforderung. «Wir müssen im ganzen Gebiet jeden möglichen Raum in Anspruch nehmen», sagte Winkler.

Lagerbestände minimiert

Die Kreisschul-Rechnung 2013 hat rund 300 000 Franke besser abgeschlossen als budgetiert. Dies hängt damit zusammen, dass wegen des Umzugs bestehende Lagerbestände minimiert wurden. Damit konnte bei den Posten Schulmaterial und Reinigungsmittel erheblich gespart werden. Ausserdem konnten für das Skilager zwei sehr günstige Lagerhäuser gefunden werden, was ebenfalls ins Gewicht fiel.