Mit der Umgestaltung in ein modernes Museum erhielten die Geschichte des Benediktinerklosters und die künstlerisch wertvollen und teils qualitativ hochkarätigen Ausstellungsstücke eine ihnen angemessene Wertschätzung, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Damit könne die Klostergeschichte auch einer neuen Generation weitervermittelt werden.

Rundgang in die Familiengruft

Die Wissensvermittlung geschieht nicht nur anhand von Ausstellungsstücken und Tafeln, sondern umfasst auch einen Rundgang.

Dieser führt unter anderem in die Loretokapelle. Die Begräbnisstätte des Hauses Habsburg-Lothringen dient als Familiengruft für die Nachkommen des letzten österreichisch-ungarischen Herrscherpaares.

Weitere Stationen sind der Äbtekeller, der Kreuzgang mit seinen kürzlich renovierten Glasmalereien, die ehemaligen Arbeits- und Aufenthaltsräume der Klosterbewohner und die Klosterkirche selber, eines der bedeutendsten barocken Bauwerke der Schweiz.

Grosse Bedeutung für die Geschichte

Das 1027 von den Habsburgern gegründete und 1841 vom Grossen Rat des Kantons Aargau aufgehobene Kloster Muri hatte für die aargauische und schweizerische Geschichte eine grosse Bedeutung. Das Kloster war ein Kristallisationspunkt in religiöser, geistlicher, kultureller und herrschaftspolitischer Hinsicht.

Das Kloster hatte in den Zeiten seiner Blüte Besitztümer im Freiamt, in Sarnen, Bozen, Hermetschwil, in der Bodenseeregion und in Süddeutschland. Zum 1000. Jahrestag der Klostergründung im Jahre 2027 soll die Geschichte vollständig aufgearbeitet sein. Die Aargauer Regierung hatte letzten Sommer dafür 2,7 Millionen Franken gesprochen.