Muri
Rundgang ins Begräbnis - Museum des Klosters zeitgemäss konzipiert

Das Museum im ehemaligen Benediktinerkloster Muri erwacht zu neuem Leben: Die Ausstellung wurde zeitgemäss konzipiert und durch neue Ausstellungsstücke erweitert. Eröffnung ist am 12. April.

Drucken
Teilen
Die Glasfenster im Kreuzgang des Klosters Muri wurden für 1,85 Millionen Franken restauriert. Alex Spichale
3 Bilder
Rundgang ins Begräbnis - Museum des Klosters neu konzipiert
Peter Paul Stöckli, Verfasser des neuen Kunstführers, im rekonstruierten Küchengarten des Klosters Muri.

Die Glasfenster im Kreuzgang des Klosters Muri wurden für 1,85 Millionen Franken restauriert. Alex Spichale

Alex Spichale

Mit der Umgestaltung in ein modernes Museum erhielten die Geschichte des Benediktinerklosters und die künstlerisch wertvollen und teils qualitativ hochkarätigen Ausstellungsstücke eine ihnen angemessene Wertschätzung, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Damit könne die Klostergeschichte auch einer neuen Generation weitervermittelt werden.

Kloster Muri
11 Bilder
Das Kloster Muri bei Nacht
Kloster Muri aus einer ungewohnten Perspektive
Klosterkirche des Klosters Muri
Kloster Muri Westlicher (links) und südlicher (rechts) Kreuzgang
Kloster Muri Der Innenhof
Der Singisenflügel des Kloster Muri
Singisenflügel des Kloster Muri
Kloster Muri Eine Führung
Das Kloster Muri

Kloster Muri

AZ

Rundgang in die Familiengruft

Die Wissensvermittlung geschieht nicht nur anhand von Ausstellungsstücken und Tafeln, sondern umfasst auch einen Rundgang.

Dieser führt unter anderem in die Loretokapelle. Die Begräbnisstätte des Hauses Habsburg-Lothringen dient als Familiengruft für die Nachkommen des letzten österreichisch-ungarischen Herrscherpaares.

Weitere Stationen sind der Äbtekeller, der Kreuzgang mit seinen kürzlich renovierten Glasmalereien, die ehemaligen Arbeits- und Aufenthaltsräume der Klosterbewohner und die Klosterkirche selber, eines der bedeutendsten barocken Bauwerke der Schweiz.

Grosse Bedeutung für die Geschichte

Das 1027 von den Habsburgern gegründete und 1841 vom Grossen Rat des Kantons Aargau aufgehobene Kloster Muri hatte für die aargauische und schweizerische Geschichte eine grosse Bedeutung. Das Kloster war ein Kristallisationspunkt in religiöser, geistlicher, kultureller und herrschaftspolitischer Hinsicht.

Das Kloster hatte in den Zeiten seiner Blüte Besitztümer im Freiamt, in Sarnen, Bozen, Hermetschwil, in der Bodenseeregion und in Süddeutschland. Zum 1000. Jahrestag der Klostergründung im Jahre 2027 soll die Geschichte vollständig aufgearbeitet sein. Die Aargauer Regierung hatte letzten Sommer dafür 2,7 Millionen Franken gesprochen.

Kabinettscheiben mit Malereien des Zürcher Künstlers Carl von Egeri im Kreuzgang
10 Bilder
Holzschnitzerei aus dem 11. Jahrhundert.
Hardy Ketterer, Murianer Klosterführer
Gotisches Figur des heiligen Benedikt von Nursia
Hardy Ketterer führt mit seinen Kollegen vom Kollegium für Klosterführungen gratis durch die Klostermauern
Geschnitzte Heiligenfigur aus dem 11
Freskenbild aus dem 17. Jahrhundert.
Epitaph zu Ehren der beiden Klosterstifte Ita und Radbot
Bernini Säulen, geschnitzt vom Murianer Künstler Simon Bachmann
Blick ins barocke Oktogon der Klosterkirche

Kabinettscheiben mit Malereien des Zürcher Künstlers Carl von Egeri im Kreuzgang

AZ

Aktuelle Nachrichten