Muri

Rund zehn Prozent mehr Lohn für die Gemeinderatsmitglieder

Aus der einst vom Kloster geprägten, bäuerlichen Gemeinde Muri ist nicht nur der Bezirkshauptort geworden, sondern auch ein beliebter, stark wachsender Wohnort mit einer grossen Anzahl Arbeitsplätze.Eddy Schambron

Aus der einst vom Kloster geprägten, bäuerlichen Gemeinde Muri ist nicht nur der Bezirkshauptort geworden, sondern auch ein beliebter, stark wachsender Wohnort mit einer grossen Anzahl Arbeitsplätze.Eddy Schambron

Um rund zehn Prozent soll die Entschädigung der Gemeinderatsmitglieder von Muri erhöht werden. Die Besoldung liege auch nach der Anpassung noch 40 Prozent unter der Empfehlung der Gemeindeammännervereinigung.

Der Gemeinderat Muri wünscht eine moderate Erhöhung der Entschädigung für seine Arbeit: Jedes Gemeinderatsmitglied soll anstatt wie bisher 35 000 Franken neu 40 000 Franken erhalten, die Vizepräsidentin anstatt 44 000 neu 50 000 Franken und der Gemeindepräsident statt 72 000 in der nächsten Amtsperiode 80 000 Franken. Mit den bisherigen Beträgen liegt der Gemeinderat Muri gegen 50 Prozent unter den Empfehlungen der Aargauer Gemeindeammännervereinigung.

Aufwand erfasst

In der Botschaft zur Gemeindeversammlung am 22. Juni hält der Gemeinderat fest, dass die Ratsmitglieder ihren Zeitaufwand im vergangenen Jahr erfasst haben. Die Gemeinderatsmitglieder kamen auf rund 900 Stunden, die Vizepräsidentin auf rund 1020 und der Gemeindepräsident auf 1400 Stunden. Letzteres entspricht einem Pensum von 77 Prozent. «Auch mit einer Besoldungserhöhung um 10 Prozent sieht sich der Gemeinderat nach wie vor als Milizgremium», hält er in der Botschaft zur Gemeindeversammlung fest. Die Besoldung liege auch nach der Anpassung noch 40 Prozent unter der Empfehlung der Gemeindeammännervereinigung.

Der Gemeindeversammlung wird weiter die Genehmigung der Jahresrechnung 2016 vorgelegt. Die Einwohnergemeinde Muri erzielt im 2016 einen Ertragsüberschuss von 2,53 Mio. Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 374 600 Franken. Für die offene Eisbahn in Wohlen, für die sowohl baulich als auch betrieblich Sanierungsarbeiten nötig sind, wird ein Beitrag der Gemeinde Muri von 100 000 Franken an die Eisbahngenossenschaft Wohlen beantragt. Nach Wohlen selbst sind es die Besucher aus den Gemeinden Muri (8,3 Prozent) und Bremgarten (6,6), gefolgt von denjenigen aus Villmergen (4,5), welche das Wohler Eis laut Statistik 2010 bis 2016 am meisten nutzten. Schliesslich kommen die Kreditabrechnungen Regenbecken Tennisplatz 16 sowie Erneuerung der Steuerung und Schaltanlagen in der ARA Muri vor den Souverän.

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