Muri

Rund 13 000 Turnende werden am Kantonalturnfest Wettkämpfe absolvieren

Die Mitglieder des Präsidiums KTF17 schnuppern am blühenden Rosenbaum: Stefan Frey, Matthias Stieger, Josi Winiger, Sarina Baumgartner und Fredy Klausner (von links). Diesen Baum gab es zur Kick-off-Veranstaltung vor zwei Jahren, und er wurde seitdem von Romy Winiger bis zur Blüte gepflegt.

Die Mitglieder des Präsidiums KTF17 schnuppern am blühenden Rosenbaum: Stefan Frey, Matthias Stieger, Josi Winiger, Sarina Baumgartner und Fredy Klausner (von links). Diesen Baum gab es zur Kick-off-Veranstaltung vor zwei Jahren, und er wurde seitdem von Romy Winiger bis zur Blüte gepflegt.

Alles auf Kurs bei den umfangreichen Aufbauarbeiten für das Aargauer Kantonalturnfest Freiamt. Insgesamt 497 Vereine nehmen am Kantonalturnfest in Muri teil.

So viele Schalbretter wurden noch nie auf einmal auf einer Baustelle abgeladen wie neulich im Bachmatten-Areal in Muri, wo vom 14. bis 25. Juni das Aargauer Kantonalturnfest Freiamt (KTF17) stattfindet. Das sagt nicht irgendein kleiner Bauunternehmer, sondern einer der grossen im Freiamt, die Leuthard AG. 3000 sind es, um genau zu sein, wie Josi Winiger bestätigt. Er sowie Sarina Baumgartner, Fredy Klausner, Stefan Frey und Matthias Stieger vom Präsidium KTF17 können noch mit vielen weiteren beeindruckenden Angaben aufwarten: 25 Hektaren Fläche für Zelte, Wettkämpfe, Parkplätze, davon 3 Hektaren allein als Zeltplatz für Übernachtungen, neben den Massenlagern, 72 WC, «ohne Pissoirs», 6000 T-Shirts, «einen Lastwagen voll», für die Helferinnen und Helfer, 28 000 Stunden Fronarbeit plus Sitzungen («wir haben aufgehört, sie zu zählen»), umgerechnet «15 bis 20 Vollzeitstellen für ein Jahr», ein Budget von 1,5 Mio. Franken, ohne Sicherungsnetz, denn es gibt keine Risikogarantie für die drei organisierenden Turnvereine Muri, Merenschwand und Sins. Die engagierten Freiämter Turnerinnen und Turner machen das «us puurer Froid», so das Motto des Kantonalturnfestes.

Temporäre Brücke

«Wir sind auf Kurs», sagt Klausner. Mit 20 Zivilschützern wurden bereits ein Zelt aufgebaut und eine temporäre Brücke über die Bünz gebaut. Jeden Abend sind jetzt Turnerinnen und Turner sowie Helferinnen und Helfer mit Aufbauarbeiten in den Bachmatten beschäftigt, jeweils 20 bis 30 Leute von 18 bis 22 Uhr, führt Stieger aus. Mit den Blaulichtorganisationen ist in Sachen Sicherheit alles abgesprochen, unterstreicht Winiger. Baumgartner präsentiert das Unterhaltungsprogramm: alles festgemacht, alles vielversprechend. «Es läuft jeden Abend etwas.» Die Zusammenarbeit mit den Behörden und der auch direkt betroffenen Schule «ist sehr angenehm und konstruktiv», freut sich Frey zusammen mit dem ganzen Präsidium.

13 000 Turnende

Es bleiben noch gut zwei Wochen. 497 Vereine nehmen am Kantonalturnfest in Muri teil. Das heisst: Rund 13 000 Turnerinnen und Turner werden an zwei Wochenenden das Klosterdorf besuchen, hier ihre Wettkämpfe absolvieren, aber sicher auch eine gute Zeit haben. Am Donnerstag, 15. Juni, reisen 5000 Kinder nach Muri. «Das Festgelände ist vom Bahnhof Muri aus innert kurzer Distanz erreichbar, ein Argument mehr, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen», wirbt Winiger dafür, das eigene Auto zu Hause zu lassen. Aber selbstverständlich wird es auch genügend Parkplätze geben. Der Verkehrsdienst wird die Fahrerinnen und Fahrer, trotz Baustelle Zürcherstrasse, an den richtigen Ort leiten.

Viel Professionalität

In die Durchführung fliesst «beeindruckend viel Professionalität», weiss Jörg Sennrich, Präsident des Aargauer Turnverbandes (ATV), der über 42 000 Mitglieder und rund 450 Turnsportvereine zählt. «In allen Ressorts machen Profis ihr Wissen für das Kantonalturnfest verfügbar, ein Mehrwert, der nur Vereine wie die unseren bieten können.» Für die Teilnehmenden sei ein solches Kantonalturnfest jeweils ein Meilenstein. «Wir Turnerinnen und Turner machen Träume möglich und bewegen mit diesem Fest, zu dem die ganze Bevölkerung eingeladen ist, die Gesellschaft.»

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