Wohlen
Rührei mit Frank Sinatra: Sternensaal verspricht gute Unterhaltung in den Wintermonaten

Melanie Burgener
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Das Programm des Sternensaals von Dezember bis März enthält Spannendes für jede Altersgruppe.

Das Programm des Sternensaals von Dezember bis März enthält Spannendes für jede Altersgruppe.

Melanie Burgener

Die kommenden Wintermonate sind in Wohlen nur halb so düster, denn der Sternensaal bringt mit seinem Programm, das bereits bis Anfang März feststeht, Licht und gute Unterhaltung in die kalte Jahreszeit. Den Auftakt machen der anarchistische Clown und poetische Geschichtenerzähler Ueli Bichsel mit seiner langjährigen Bühnenpartnerin Silvana Gargiulo, die vielleicht der eine oder andere noch vom Circus Monti kennt. In ihrem Clownstück «Nichtsnutz» schaffen sie es, dass am Abend des 9. Dezembers manch einem das Lachen im Hals stecken bleibt und sich die Zuschauer zum Schluss nicht mehr über die beiden Clowns, sondern über das Hadern der Menschen amüsieren.

Kultur gibt es in Wohlen auch für die Kleinsten. Am Sonntag, 24. Dezember, findet von 16 bis 17 Uhr eine Geschichtenstunde statt, die den Kindern das Warten auf Weihnachten verkürzen soll, damit es «eilig Abend» wird.

Luzerner Band mit Wohler Wurzeln

Als erster Act im neuen Jahr sorgt dann die Luzerner Band Hermann, die zum Teil Wohler Wurzeln hat, am 13. Januar für musikalische Abendunterhaltung. Ihre Mitglieder Hannes Herger, Jonathan Winkler (beide ex Fink) und Dani Hug (ex Dans La Tente) mit ihrem 50-jährigen Drumcomputer Rhythm Ace füllen ab 20.30 Uhr den Saal mit «Ace Pop», einer minimalen Mundart-Musik mit analogen Synthie-Sounds, surfigen Rock-Gitarren und stoischen Beats.

Etwas gemächlicher wird der Abend vom 20. Januar mit den Stubengeschichten. Acht Gastgeberinnen und Gastgeber öffnen Autoren und Schauspielern ihre Stuben, damit diese ein Stück Literatur zu ihnen nach Hause bringen. Sie laden Freunde, Bekannte, Nachbarn und Überraschungsgäste zu einer Stubenlesung ihrer Texte und Geschichten ein. Wer eine solche Stubengeschichte hören möchte, findet sich um 19.30 Uhr im Sternensaal ein.

«Wenn man zusammen Pferde stehlen kann, so heisst dies, dass man sich auf einander verlassen – sich blind vertrauen kann», schreibt Per Petterson in seinem Roman «Pferde stehlen». Am 17. Februar erzählt Jaap Acherberg die Geschichte des Romans, in der ein 15-jähriger Junge neues Vertrauen ins Leben findet.

Auch Schweizer Prominente finden den Weg nach Wohlen. Michael von der Heide bringt mit «Hinderem Berg» am 24. Februar Popmelodien, Balladen, humorvolle Texte und vieles mehr mit. Von der Heide, der für seinen einzigartigen Umgang mit dem Publikum bekannt ist, unterhält dieses mit humorvollen Anekdoten.

Am 25. Februar wird im Sternensaal der Animationsfilm «Boy and the World – Der Junge und die Welt» zu sehen sein. Der Film ist für Kinder ab acht Jahren und handelt von dem kleinen Cucas, der auf der Suche nach seinem Vater übers weite Land reist und dabei auf seltsame Kreaturen trifft. Der mehrfach ausgezeichnete Film dauert 80 Minuten und besteht aus farbenreichen Collagen.

Ein Western ohne Pferde

Der März startet mit einem musikalischen Theaterabend. Am ersten Samstag des Monats tritt Künstlerin Bea von Malchus mit ihrem Stück «Die Kennedys», einem Western ohne Pferde, in Wohlen auf. Die Besucher erwartet ein Abend voller Erlebnisse. Denn in ihrem Stück essen die Zuschauer mit Frank Sinatra Rührei, erlernen vier absolut wirkungslose Arten, um Fidel Castro umzubringen, oder wie eine mobile Hirn-OP durchzuführen ist. Am Tag darauf können Kinder Vivaldis Musik und Anekdoten aus seinem Leben hören, die Instrumente und Lebensumstände der Barockzeit kennen lernen und die bekanntesten Melodien des berühmten Komponisten von den Dächern pfeifen, wie es die Spatzen seit 300 Jahren tun.

Neben den zahlreichen theatralischen und musikalischen Darbietungen hängt im Sternensaal seit Jahrzehnten der Schaukasten, dem jeweils Künstler einen neuen Glanz verleihen. In diesem Jahr schmückt Fränzi Zulauf diesen mit ihrem Werk, das sie zu «30 Jahre Kultur im Sternensaal» geschaffen hat.