2020–2035

Rudolfstetten plant eine grosse Entwicklungsstrategie

Das Areal Isleren in Rudolfstetten am Waldrand.

Das Areal Isleren in Rudolfstetten am Waldrand.

Der Gemeinderat präsentiert seine Vorstellungen für 2020–2035.

Es soll etwas gehen in Rudolfstetten-Friedlisberg in den nächsten 15 Jahren. «Zurzeit sind wichtige Projekte am Laufen, die die Zukunft der Gemeinde beschäftigen werden», sagt Gemeindeammann Josef Brem. Die Entwicklungsstrategie 2020–2035 legt die Exekutive an der Gemeindeversammlung vom 24. August der Bevölkerung zur Konsultation vor. Schon heute findet in der Mehrzweckhalle dazu eine Infoveranstaltung um 19.30 Uhr statt.

Ziel des Gemeinderates ist es, Rudolfstetten in der Siedlungs- und Wohnraumentwicklung mit Weitsicht zu gestalten und einen Mehrwert für die aktuell rund 4500 Einwohner zu schaffen. Die Entwicklungsstrategie besteht aus vier Eckpfeilern, die alle voneinander abhängig sind und im Idealfall zusammen zu realisieren. Die vier Säulen sind der Verkauf des Areals Isleren und der Neuerwerb von Immobilien, die Bachöffnung Hofacker, die Umzonung ARA und die Arealentwicklung Gemeindehaus.

Zwei Investoren haben Interesse an der Isleren

Besonderen Einfluss auf die Dorfentwicklung hat dabei das Gebiet Isleren mit rund 24000 Quadratmeter Bauland im Gemeindebesitz. «Die Arbeiten am Gestaltungsplan sind weit fortgeschritten», sagt Michel Gutknecht von der Planungskommission. Zwei Investoren hätten ihr Interesse bereits bekundet. Einerseits die Artemis Immobilien AG im Bereich des bisherigen Gestaltungsplanperimeters. Und andererseits neu die Real North AG, die im Besitz bestehender Wohneinheiten an der Islerenstrasse ist und diesen Bereich mit einbeziehen würde.

Dazu muss der Gestaltungsplan angepasst werden. Gutknecht sagt: «Dieses Projekt hat Leuchtturmpotenzial und ist eine einzigartige Chance, ein solches Gebiet zu erschliessen.» Netto könnten in der Isleren rund 250 neue Wohnungen für knapp 500 Personen entstehen. Das Investitionsvolumen würde je nach Projekt bis 250 Millionen Franken betragen.

Bezüglich Areal Gemeindehaus wird an der «Gmeind» über einen Projektierungskredit von 390000 Franken abgestimmt. Kernelemente sind die Erweiterung des Gemeindehauses, der Neubau des Werkhofs und eines Gemeindesaals sowie drei bis vier Mehrfamilienhäuser. Wenn alles rund läuft, wäre 2022/23 der Baubeginn in der Isleren mit der ersten Etappe geplant und ab 2023–2026 der Baustart beim Gemeindehaus. Gemeinderat Reto Bissig sagt: «Mit den genannten Projekten können wir auf dem Mutschellen eine Vorreiterrolle einnehmen.»

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