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Rudolfstetten: Heinrich Notter am 1. Mai fast weltmeisterlich empfangen

Seit 40 Jahren ist Steueramtsvorsteher Heinrich Notter auf der Gemeindeverwaltung Rudolfstetten tätig. Sein Arbeitsjubiläumstag am Tag der Arbeit dürfte ihm in bester Erinnerung bleiben. Er erhielt einen persönlichen Auto-Parkplatz.

Lukas Schumacher
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Ritsch-ratsch: Arbeitsjubilar Heiri Notter durchtrennt das Eröffnungsband seines persönlichen Parkplatzes beim Gemeindehaus Rudolfstetten. sl

Ritsch-ratsch: Arbeitsjubilar Heiri Notter durchtrennt das Eröffnungsband seines persönlichen Parkplatzes beim Gemeindehaus Rudolfstetten. sl

Herzliche Kundgebung am 1. Mai um 7 Uhr früh beim Gemeindehaus Rudolfstetten: Die rund 20 Verwaltungsangestellten und die Gemeinderäte empfingen Steueramtsvorsteher Heiri Notter, der wie jeden Tag in seinem weissen Seat zur Arbeit angefahren kam, mit Applaus und Fähnchen schwenkend.

Seit Mittwoch besitzt der 58 1⁄2-jährige Notter beim Gemeindehaus einen separat gekennzeichneten Parkplatz. Den persönlichen Autoabstellplatz musste, respektive durfte der Steuerchef einweihen, indem er ein knallrotes Band durchtrennte.

Die Schere dazu händigte ihm Victoria Bühler aus, KV-Lernende im vierten Lehrjahr. Sie trat als Tessinerin «Christa Rigozzi» auf. Heiri Notter gehört zur grossen Fangilde der ehemaligen Miss Schweiz.

Die Kolleginnen und Kollegen der Gemeindeverwaltung richteten zur Feier des Tages einen gediegenen Brunch aus. Sowohl die Verwaltungsangestellten als auch Gemeindeammann Josef Brem überreichten Notter Geschenke.

Als Notter 1973 in Rudolfstetten zu arbeiten begann, lebten 2500 Leute in der Gemeinde. Steuern und Finanzen waren damals noch eine gemeinsam geführte Abteilung. Heute zählt die Mutschellengemeinde gut 4300 Einwohner, und die Zahl der einst knapp 1500 Steuerpflichtigen hat sich verdoppelt.

Der Name des mit seiner Ehefrau Esther in Zufikon wohnenden Steuerchefs ist älteren Sportinteressierten vertraut. Heinrich Notter gehörte von 1982 bis 1988 dem Schweizer Bob-Natikader an, er raste zusammen mit den Piloten Erich Schärer und Ralph Pichler die Eiskanäle hinunter und gewann Medaillen an Europa- und Weltmeisterschaften.

Den Status eines Halb- oder gar Vollprofis hatte sich Heinrich Notter nie leisten können. Zur Spitzensportzeit arbeitete er in Rudolfstetten in einem Arbeitspensum von 90 %.

1973, bei Notters Arbeitsstart, war die Gemeindeverwaltung Rudolfstetten bei der alten Post untergebracht.

Im gleichen Jahr kaufte die Gemeinde das frühere Untervogthaus, das auch Zehntenhaus genannt wurde, und baute das Gebäude vier Jahre später ins heutige Gemeindehaus um. Heinrich Notter, im Gemeindehaus auch Lehrlingsbetreuer, wird von Mitarbeitenden, Behörden und Einwohnern «gleichermassen geschätzt wegen seiner menschlichen und fachlichen Qualitäten», sagte Gemeindeammann Josef Brem.

Er hoffe, noch mindestens 6 1⁄2 Jahre auf die guten Dienste des hohen Jubilars zählen zu dürfen.

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