Mutschellen
Rotkreuz-Fahrdienst sucht Verstärkung

In der Region Mutschellen werden Freiwillige gesucht, die körperlich beeinträchtigte Leute zum Arzt oder in die Therapie fahren.

Toni Widmer
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In der Region Mutschellen und Bremgarten zählen immer mehr körperlich eingeschränkte Menschen auf die Dienste der Rotkreuz-Fahrer. (Symbolbild)

In der Region Mutschellen und Bremgarten zählen immer mehr körperlich eingeschränkte Menschen auf die Dienste der Rotkreuz-Fahrer. (Symbolbild)

zvg

Er tut es: Hanspeter Schaerz, der ehemalige Wirt des Restaurants Heinrüti-Rank, suchte nach seinem anstrengenden und intensiven Leben als renommierter Gastronom eine neue Aufgabe. Beim Rotkreuz-Fahrdienst für die Region Bremgarten-Mutschellen hat er sie gefunden. Seit sechs Jahren bringt er mehrmals in der Woche Menschen, die in ihrer körperlichen Mobilität eingeschränkt sind, zum Arzt oder in die Therapie.

Nachfrage steigt weiter an

«Ich bin nach der Übergabe des Restaurants viel zu Hause rumgesessen», sagt Hanspeter Schaerz. Seiner Frau im Garten helfen sei aber nicht unbedingt sein Ding und deshalb habe er zwei seiner Leidenschaften verbunden: das Autofahren und das Helfen. «Die Flexibilität bei meinem Engagement finde ich toll», betont Schaerz, der mittlerweile seit sechs Jahren für den Rotkreuz-Fahrdienst tätig ist. Das Rote Kreuz sucht Menschen, die es ihm gleichtun: «Immer mehr Leute aus dieser Gegend zählen bei eingeschränkter Mobilität auf unsere Dienste. Leider haben wir dort aber zu wenig Freiwillige», sagt Chantal Stähli, Leiterin der Rotkreuz-Regionalstelle Freiamt.

Sie sucht dringend weitere Fahrerinnen und Fahrer, die wie Hanspeter Schaerz eine oder mehrere Fahrten pro Woche übernehmen könnten. «Es ist ein kleiner Aufwand, auf der menschlichen Seite aber ein grosser Gewinn», sagt der 72-Jährige. Die drei bis fünf Fahrten, die er pro Woche annehme, würden Schwung in seinen Alltag bringen, zudem erhalte ihn der Kontakt mit den Leuten jung.

Für ihre Einsätze erhalten Rotkreuz-Fahrdienstler und -Fahrdienstlerinnen neben viel Dankbarkeit von den Fahrgästen eine kostenlose Weiterbildung zum Thema Verkehrssicherheit sowie 70 Rappen Entschädigung pro Kilometer. Die Kilometerpauschale lege er jeweils zur Seite, um seiner Frau einmal im Jahr einen professionellen Gärtnereinsatz zu schenken, erzählt Hanspeter Schaerz lachend. So sei letztlich allen geholfen.

Wer sich für den freiwilligen Dienst zugunsten von von beeinträchtigten Menschen interessiert, kann sich bei der Rotkreuz-Regionalstelle Freiamt melden: Telefon 056/621'13'13, oder via E-Mail: leitung.freiamt@srk-aargau.ch.

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