Dottikon/Hägglingen

Rote und gelbe Ampeln an der Kreisschule am Maiengrün

Kreisschule am Maiengrün: Den Schülern (im Bild bei der Schuljahreseröffnung im August 2010) gefällt’s, in den Bereichen Schulführung und Qualitätsmanagement bestehen aber grosse Defizite. fam/archiv

Kreisschule am Maiengrün: Den Schülern (im Bild bei der Schuljahreseröffnung im August 2010) gefällt’s, in den Bereichen Schulführung und Qualitätsmanagement bestehen aber grosse Defizite. fam/archiv

Rote und gelbe Ampeln sind die Ergebnisse: An der Kreisschule am Maiengrün wurde über die Schulleitung, die Schulpflege und der Vorstand der Schule beraten.

Zwei rote und eine gelbe Ampel – das sind die Ergebnisse der externen Schulevaluation an der Kreisschule am Maiengrün (KSAM). Im August und September wurde die KSAM von einem Evaluationsteam der Fachhochschule Nordwestschweiz eingehend geprüft. Dazu wurden Lehrpersonen, Eltern und Schüler, aber auch die Schulleitung, die Schulpflege und der Vorstand der KSAM befragt.

Eine rote Ampel erteilte das Evaluationsteam im Bereich «Schulführung». Hauptgründe dafür sind laut einer Mitteilung der Schulpflege «die komplizierte Führungsstruktur an der KSAM sowie die dadurch ebenfalls komplizierte personelle Zusammensetzung mit nicht klar geregelten Zuständigkeiten und fehlender Transparenz bei Entscheidungen.» Dazu komme die schwierige Kommunikation nach innen und aussen.

Probleme durch Doppelfunktionen

«Wir sind uns dessen bewusst», sagt der seit dem 1. November amtierende Schulpflegepräsident Daniel Kleiner und erläutert: «In der Vergangenheit gab es verschiedene Problemfelder.»

Die Schulpflege der KSAM bestehe aus delegierten Vertreterinnen und Vertreter der Schulpflegen Dottikon und Hägglingen. Die Zusammenarbeit war laut Kleiner durch die Ansichten und Anliegen der jeweiligen Schulpflegegemeinden gesteuert.

«Auch die Doppelfunktion des Schulpflegepräsidenten und des Schulleiters, die beide sowohl in der Primarschule Dottikon als auch an der KSAM Leitungsfunktionen inne hatten, war für die Entwicklung der KSAM im Rückblick wenig förderlich», führt Kleiner aus.

Rot auch bei Qualitätsmanagement

Die zweite rote Ampel erhielt die KSAM im Bereich «Qualitätsmanagement». Laut der Schulpflege führten die genannten Strukturen und die daraus resultierenden schwierigen Führungsaufgaben dazu, «dass sich die Schulleitung immer mehr durch das Tagesgeschäft absorbieren liess».

Deshalb sei es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, das schulinterne Qualitätsmanagement den kantonalen Vorgaben gemäss aufzubauen und ein gemeinsames Qualitätsverständnis zu bilden.

Die gelbe Ampel beim Kriterium «Elternkontakte» ist laut Evaluationsteam eine Folge aus den beiden roten Ampeln für die Schulführung und das Qualitätsmanagement. Die Eltern hätten bei der Befragung klar geäussert, dass ihnen der regelmässige, kompetente und verbindliche Einbezug in den Schüleralltag und in die Schülerlaufbahn fehle.

Schulpflege hat Probleme erkannt

Der Schulpflege der KSAM war schon vor der Evaluation bewusst, dass dringender Handlungsbedarf besteht. «Wir sind seit diesem Frühling daran, die Probleme nach und nach anzugehen», sagt Daniel Kleiner.

«Die Evaluation zeigt den Stand vom September 2011 – mittlerweile konnten wir bereits einige konkrete Massnahmen umsetzen.» Der dama-lige Schulpflegepräsident legte sein Amt nieder, Kleiner übernahm.

«Wir haben die Schulpflegen sowie die Schulleitung der KSAM und jene der Primarschule Dottikon klar voneinander getrennt, damit es keine Doppelrollen und Unklarheiten mehr gibt», konkretisiert Kleiner.

Zudem kündigte der Schulleiter auf Ende des zweiten Semesters dieses Schuljahres. Als Ersatz konnte für die Zeit bis Ende Schuljahr laut der Schulpflege «ein erfahrener Interimsschulleiter verpflichtet werden. Für Lehrpersonen, Schülerinnen Schüler und Eltern stünden heute wieder Ansprechpartner zur Verfügung.

«Bis im nächsten Frühling wollen wir die zukünftigen Führungsstrukturen festlegen und die Stelle des Schulleiters ausschreiben», betont Kleiner. Konkret heisst das: Die Schulpflege, die Schulleitung und die Lehrpersonen werden die Führungsstrukturen gemeinsam erarbeiten und aufbauen.

In einem weiteren Schritt wird der Bereich des Qualitätsmanagements angegangen. Die Schule wird dabei vom Inspektorat des Departementes für Bildung Kultur und Sport (BKS), begleitet.

In etwa zwei Jahren werden die beanstandeten Bereiche einer Nachevaluation unterzogen. «Es liegt ein grosses Stück Arbeit vor uns», sagt Kleiner.

«Wir haben aber in den letzten Wochen schon viel erreicht und umgesetzt. Ich bin überzeugt, dass wir unsere Ziele erreichen werden und die KSAM bei der Nachevaluation nur grüne Ampeln erhält», sagt er mit Blick in die Zukunft.

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