Sie wirkte segensreich in missionarischer Tätigkeit in Ecuador und Kolumbien, gründete die Kongregation der Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf und betrachtete das Evangelium als ihren Leitstern: Maria Bernarda Bütler, geboren am 28. Mai 1848 in der Freiämter Gemeinde Auw, verstorben am 19. Mai 1924 in Kartagena (Kolumbien). Die Ordensfrau wurde am 12. Oktober 2008 in Rom durch Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen.

Damals, vor acht Jahren, wohnten zahlreiche Pilger aus der Region der Zeremonie in Rom bei. Nun findet für alle diese Pilgerinnen und Pilger erstmals ein Treffen in Auw statt. Am Samstag, 15. Oktober, wird der Gedenkanlass der Heiligsprechung von Maria Bernarda Bütler durchgeführt. Rund 80 Personen haben sich angemeldet, wie die Aargauer Zeitung von Gemeinderätin Marlis Villiger erfuhr. Sie gehört der vor einem Jahr gebildeten Kommission an, welche von Vizeammann Martin Abt präsidiert wird und sich um die Belange der heiligen Maria Bernarda kümmert. Sie erwähnte, dass zum Auftakt der Feierlichkeiten am Nachmittag der Besinnungsweg in Auw in Begleitung begangen werden kann. Anschliessend sind alle zu einem Gottesdienst eingeladen. Beim Nachtessen im Mehrzweckgebäude werden Grussworte ausgetauscht, Ansprachen gehalten und ein Film gezeigt.

Die erwähnte Kommission hat die Homepage aktualisiert, welche der heiligen Maria Bernarda gewidmet ist, sie hat sich der Sakrallandschaft Zentralschweiz angeschlossen und sich mit der Organisation «Erlebnis Freiamt» in Verbindung gesetzt. Alles Aktivitäten, welche die Erinnerung an die Ordensfrau wachhalten sollen und sich positiv auf das 10-Jahr-Jubiläum der Heiligsprechung im Jahr 2018 auswirken werden.

Bedeutung der Heiligsprechung

Aus nah und fern besuchen Leute die Kirche und das Geburtshaus von Maria Bernarda Bütler in Auw, wo die Heiligsprechung von Maria Bernarda Bütler für die Gemeinde eine dreifache Bedeutung hat – eine geschichtliche, eine kirchliche und eine soziale. Geschichtlich erinnert sie daran, dass das Freiamt ein freiheitlicher Ort ist, wo starke Persönlichkeiten – wie Maria Bernarda Bütler – ihre Wurzeln haben. Kirchlich zeigt sie, dass die Kirche geistig-seelische Heimat sein kann. Und im Sozialen ruft die Heiligsprechung in Erinnerung, dass das wunderbare Wirken der Ordensfrau im Maria-Bernarda-Heim in Auw weiterlebt, wo rund 50 Seniorinnen und Senioren ihren Lebensabend verbringen.