Spital Muri
Rollende Intensivstation für die Rettungskräfte

Das Spital Muri nimmt eine neue Ambulanz in Betrieb – das alte Fahrzeug erhält der Samariterverein Muri und Umgebung.

Eddy Schambron
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Stefan Haber, Leiter des Rettungsdienstes des Spitals Muri, übernimmt den symbolischen Schlüssel für das neue Fahrzeug (rechts) von Andrian Scheiber von der Firma ACT Special Cars.

Stefan Haber, Leiter des Rettungsdienstes des Spitals Muri, übernimmt den symbolischen Schlüssel für das neue Fahrzeug (rechts) von Andrian Scheiber von der Firma ACT Special Cars.

Eddy Schambron

Der Rettungsdienst des Spitals Muri hat ein neues Ambulanzfahrzeug – und der Samariterverein Muri und Umgebung ein neues Vereinsfahrzeug. «Das neue Fahrzeug hat praktisch die identische Einrichtung wie das zweite, das im Betrieb ist», erklärte Daniel Strub, CEO des Spitals, bei der Schlüsselübergabe. Das erleichtere die Arbeit der Rettungssanitäter und erhöhe die Sicherheit für die transportierten Patientinnen und Patienten. Der Spitalseelsorger Andreas Zimmermann segnete das Fahrzeug, das auf den Namen «Martin 71» lautet, ein. Er erinnerte an den Namenspatron, den heiligen Martin, und erklärte, es brauche nicht nur Frömmigkeit, sondern Menschen mit Herz, Engagement und Kompetenz, die anderen Menschen helfen – wie das täglich über 700 Personen auch im Spital Muri tun.

Zwar taugt das ersetzte Fahrzeug mit 330'000 Kilometern auf den Rädern nicht mehr für den täglichen Ernstfalleinsatz. Unter anderem ist bei den gestiegenen Temperaturen die Klimaanlage nicht mehr genügend. Das heisst aber nicht, dass es nun in die Schrottpresse kommt. Im Gegenteil: Für den Samariterverein Muri und Umgebung bedeutet es eine wesentliche Aufwertung. «Wir übergeben es dem Verein, nachdem es im Juni die Motorfahrzugkontrolle problemlos passierte, mit gutem Gewissen», führte Stefan Haber, Leiter des Rettungsdienstes des Spitals Muri, aus. Was Hansruedi Käslin, Präsident des 47 Mitglieder zählenden Vereins, besonders freut. «Wir können es sehr gut bei den zahlreichen Anlässen, an denen wir Sanitätsdienst leisten, einsetzen. Es wird für uns aber auch sehr wertvolle Dienste bei Kursen für Firmen oder bei der vereinsinternen Aus- und Weiterbildung leisten.»

1500 Einsätze pro Jahr

Pro Jahr leistet der Rettungsdienst des Spitals rund 1500 Einsätze, «Tendenz steigend», wie Haber ausführte. Dafür stehen zwei Rettungs- und ein Notfalleinsatzfahrzeug zur Verfügung. Das jüngste Ambulanzfahrzeug, das rund 250 000 Franken kostet, beschreibt er als «rollende Intensivstation», macht aber auch klar, dass bei aller Technik zuallererst die korrekte Einschätzung einer Situation durch die Rettungssanitäter und die richtige Entscheidung lebensrettend sind. Der Dienst ist rund um die Uhr und das ganze Jahr einsatzbereit, 20 Leute teilen sich zwölf Hundertprozentstellen.