Strauschnitt Wohlen

Rolf Wernli: «Ich bin Fasnächtler, alle sind Fasnächtler»

Rolf Wernli – für den Anlass extra aus Teneriffa ins kalte Freiamt gereist – vollzieht den Strauschnitt.

Rolf Wernli – für den Anlass extra aus Teneriffa ins kalte Freiamt gereist – vollzieht den Strauschnitt.

Die Wohler Fasnacht ist eröffnet. Am Freitagabend wurde im festlich geschmückten Casino der traditionelle Strauschnitt vollzogen. Der ehemalige Bezirksschullehrer und Schulleiter Rolf Wernli wurde dafür extra aus Teneriffa eingeflogen.

Die Wohler Fasnacht ist eröffnet. Am Freitagabend wurde im festlich geschmückten Casino der traditionelle Strauschnitt vollzogen. «Es ist für mich eine mehrfache Ehre, den Strauschnitt ausführen zu dürfen», zeigte sich Rolf Wernli hoch erfreut.

Der Bezirksschullehrer und Rektor hatte sich nach seiner Pension im letzten Jahr in Teneriffa neu eingerichtet. Extra für die Wohler Fasnacht ist er jetzt für ein paar Tage in die Schweiz geflogen.

Lehrer, Zentralstrasse und Gemeinde-Logo: Zur Fasnachtseröffnung kommentiert das Duo Roman und Vreni das Wohlener Geschehen aus Rentnersicht.

Lehrer, Zentralstrasse und Gemeinde-Logo: Zur Fasnachtseröffnung kommentiert das Duo Roman und Vreni das Wohlener Geschehen aus Rentnersicht.

Hardy’s Bubbles mit dabei

«Die Wohler Fasnacht ist etwas Besonderes!», so Wernli, der selber oft und gerne in der Narrenzeit in Wohlen anzutreffen war. «Ich bin ein Fasnächtler», betonte er und setzte noch einen drauf: «Alle sind Fasnächtler!»

Der Akt des dreifachen Strauschnitts wurde musikalisch von den Hardy’s Bubbles begleitet. Der erste Schnitt galt der alten Fasnacht, der zweite allen Fasnächtlern und der dritte der neuen Fasnacht. Getreu dem diesjährigen Wohler Fasnachtsmotto «Wohle rockt» sorgten anschliessend die legendären Hardy’s Bubbles für entsprechende Stimmung, mit Wernli am Keyboard.

Zuvor groovte jedoch die Basler Guggenmusik Nachtwandler die Wohler Fasnächtler ein. Die Gäste von aussen passten gut ins Abendprogramm, welches auch von lokalen Schnitzelbänklern, den tanzenden Wohler Sirenen und der Wohler Guggenmusik Nordfäger begleitet wurde.

Totempfahl in Abdankungshalle

Das vergangene Jahr bot in Wohlen genügend Roh- und Zündstoff für die Schnitzelbänkler. Viele Themen wurden denn auch von den Kammersängern, dem Duo Roman und Vreni und der extra aus Villmergen eingekrächzten Chräe aufgegriffen.

Die Lösung um das Kreuz in der Abdankungshalle wurde von den Kammersängern wegen ihrer vielseitigen Anwendbarkeit gelobt. Sie könne jetzt nicht nur von Christen und Muslimen genutzt werden.

Auch die Indianer hätten dort ihren eigenen Totempfahl. Die Chräe doppelte nach, indem sie sang, dass man jetzt neben dem Testament auch festlegen könne, ob man bei seiner Abdankungsfeier eine Stele oder ein Kreuz haben möchte.

Ein anderes gerne aufgegriffenes Thema war die neue 20er-Zone am Wohler Bahnhof. Die Chräe wandelte dafür den Text von Henri Valentinos Gassenhauer «Im Wagen vor mir» um. Die Kammersänger kannten den Grund für die neue Zone. Damit hätte man jetzt genug Zeit, die Farbenpracht der benachbarten Häuser zu bewundern.

Anders als die klassischen Schnitzelbänke gestaltete das Duo Roman und Vreni sein Programm. Als Rentner verkleidet kommentierten sie am Tisch sitzend die vergangenen Ereignisse.

So bezeichneten sie die vielen Parteiwechsel von Hans Hufschmid als «politisches Slalom-Fahren». Und zum Wechsel des (grafischen) Wohler Erscheinungsbildes erklärten sie, sie hätten statt eines neuen Logos eher einen neuen Gemeindeammann erwartet.

Mit Versen und Sprüchen zum neuen Kammermeister Harold de Globetrotter bewiesen die Schnitzelbänkler ihre Spontanität und Flexibilität. Am aktuellsten war wohl die Chräe, die passend zum Strauschnitt-Vollstrecker reimte: «Dass de Rolf Wernli zum Strauschnitt extra chund vo Teneriffa – das zeigt doch, dass es in Wohle suscht e keine cha!»

Meistgesehen

Artboard 1