Bettwil
Rohre werden in den Boden eingepflügt

AEW Energie Freiamt AG und Elektra realisieren neue Trafostationen für eine sichere Stromversorgung.

Eddy Schambron
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Vizeammann Peter Brütsch vollzieht mit dem Kleinbagger symbolisch den ersten Aushub für die neue Trafostation.

Vizeammann Peter Brütsch vollzieht mit dem Kleinbagger symbolisch den ersten Aushub für die neue Trafostation.

Eddy Schambron

Die Stromversorgung in Bettwil wird sicherer und auf die Zukunft ausgerichtet. In einer ersten Etappe wird von der AEW Energie AG und der Elektra Bettwil beim Ökonomiegebäude des Rütihofs die neue Trafostation Hölzliäcker erstellt, welche das Gebiet Rütihof, Tannenhof, Brünnelihof, Brünneliäcker und Wolfäcker erschliesst.

Als zweiter Neubau wird die kleinere Trafostation Langetmoos neben dem Vorplatz des Haldenhofs erstellt. Sie erschliesst das Gebiet Haldenhof, Langjuch und Weidhof. Die Kosten für diese erste Ausbauetappe belaufen sich für die Elektra Bettwil auf 350 000 Franken, die AEW Energie AG investiert rund 490 000 Franken.

Bettwil erhält so neu zwei Mittelspannungseinspeisungen, wie Vizeammann Peter Brütsch am Spatenstich ausführte. Das erhöht im Vergleich zu heute die Versorgungssicherheit. In einer zweiten Bauetappe werden die Trafostation Dorf und die Trafostation Brunnäcker erneuert, was Kosten von weiteren 500 000 Franken verursachen wird. «Die Elektra Bettwil hat vorgesorgt, das notwendige Kapital ist vorhanden.»

Ersatz von alten Anlagen

Die Siedlungen Tannenhof, Rütihof, Brünnelihof, Haldenhof und Waidhof wurden in den späten Sechzigerjahren elektrisch erschlossen. Es wurden sogenannte Stangentransformatoren erstellt.

Diese weisen inzwischen Korrosions- und Isolationsprobleme auf und entsprechen sicherheitstechnisch nicht mehr den heutigen Anforderungen, wie Brütsch weiter erklärte.

Die neue Trafostation ist so ausgelegt, dass sie später – etwa bei grösserem Stromverbrauch oder zusätzlicher Fotovoltaikanlagen – problemlos ausgebaut werden kann, wie Heinz Burkart von der Elektroberatung Wey und Burkard, Hermetschwil, unterstrich.

Kommt mittelfristig einmal sogar die Hochspannungsleitung Seengen-Sins in den Boden, wird Bettwil sogar über eine dritte Einspeisung verfügen. Burkart lobte die gute Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern und den Behörden.

Im Herbst 2013 genehmigten die Stimmberechtigten einen Kredit von 350 000 Franken für die Planung. «Ausserhalb der Bauzone eine Trafostation zu bauen ist nicht einfach. Nach nur acht Monaten hatten wir die Bewilligung», zeigte er sich erfreut. «Wir nehmen hier eine sehr zukunftsgerichtete Aufgabe in Angriff, die Zusammenarbeit klappt bestens», machte Josef Füglistaler von der AEW Energie AG, deutlich. «Es braucht schon etwas Mut von der Elektra, einen solchen bedeutenden Ausbau in Angriff zu nehmen.

Rohre einpflügen

Speziell ist das Ausführungsverfahren, wie Oskar Spuhler von der Spuhler AG, Fisibach, erklärte. Die Rohre werden nicht in ausgehobenen Gräben eingelegt, sondern «eingepflügt». Diese Methode sei besonders bodenschonend. Der Pflug ist eine grosse Maschine, die dank Raupen wenig Bodendruck verursache und damit das Erdreich nicht besonders strapaziere. Gegraben wird nur noch bei Querungen von anderen Leitungen.

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