Bremgarten
Rockige Iren bringen Schweizer zum smilen

Die irische Band «The smile effect» will von der Schweiz aus richtig durchstarten. Ihr erstes Musikvideo «One Last Dance in the Rain» ist im Juli erschienen.

Tommy Richner / loredana Di fronzo
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The smile effect: Martin Fischer und die Brüder Stephen, Enda und Alan Fitzpatrick (v.l.).

The smile effect: Martin Fischer und die Brüder Stephen, Enda und Alan Fitzpatrick (v.l.).

Mitten in der Altstadt von Bremgarten, im strömenden Regen, tanzt ein verliebtes Pärchen durch die Nacht. Aber es ist nur eine Erinnerung, die verblasst und der junge Mann findet sich alleine in einer fast leeren Gasse wieder. Mit gesenktem Kopf und traurigem Blick streift er durch die Strassen, als könne er seine Gedanken an diesen Abend nicht verbannen.

Die Szene spielt sich im Musikvideo zu «One Last Dance in the Rain» von The smile effect ab, das im Juli als erster professionell gedrehter Clip der Band erschien. Die Inspiration zum Liedtext lieferte der jüngste Bruder Enda, der seine damalige Freundin bei der Freiwilligenarbeit in Ghana kennenlernte. Aus praktischen und aus Kostengründen fand der Videodreh schliesslich nicht in Afrika, sondern im nahegelegenen Bremgarten statt. Das Video wurde von der Mutscheller Produktionsfirma «Youthmade» gedreht. Ein weiteres soll bald folgen.

Aus zwei wurden vier

Fünf Jahre lang übten die zwei irischen Brüder Stephen und Alan Fitzpatrick, um ihren Musikstil zu perfektionieren. Dabei liessen sie sich von Grössen wie John Mayer, Amos Lee und Pat Metheny beeinflussen. Nun starten sie ihre Karriere in der Schweiz, wobei sie Zuwachs gewonnen haben: Zuerst gesellte sich der Schweizer Schlagzeuger Martin Fischer dazu. Erst vor kurzem entschied sich der jüngste Bruder gegen sein Medizinstudium und ebenfalls für die Musik. Die vier Bandmitglieder arbeiten momentan fleissig am ersten Album, das voraussichtlich im Dezember erscheint. Gleichzeitig finden häufig Konzerte statt, wie im Zürcher «Frau Gerolds Garten», um finanziell etwas abgesichert zu sein und um Kontakte zu knüpfen.

Auch am Sichtfeld-Open-Air 2013 im Fricktal waren sie zu Gast und beeindruckten schwer. Die Veranstalter lobten die Band: «Achtung Geheimtipp, weitersagen! Zwei Brüder aus Irland, voller Kreativität und mit einem feinen Gehör für Melodien gesegnet. Zwei Gitarren und eine unglaubliche Stimme werden auch die härtesten Kritiker in ihren Bann ziehen.» Die kreativen Köpfe bilden der 23-Jährige Stephen und sein zwei Jahre älterer Bruder Alan. Von ihnen stammen die Texte sowie Melodien. In dieser Zusammenarbeit entsteht durchschnittlich ein Song pro Woche. mittlerweile verfügen sie über ein Repertoire von 120 Songs.

Karrierestart in der Schweiz

Die Schweiz soll als Sprungbrett für eine internationale Karriere dienen. Um der Band ihren Traum vom Erfolg zu erfüllen, sucht Bandmanager Steven Knecht einen Booking Agent um grössere Gigs zu erhalten. Gleichzeitig wird ein Label benötigt, welches die Jungs in Marketing, Finanzen und Produktion unterstützt. Bis dahin sammeln sie weitere Erfahrungen auf kleineren Bühnen, wie am 5. September. Dann geben The smile effect gratis ihre pop-rockigen Klänge im Zino-Platinum in Dietikon zum Besten. Alle Konzertdaten sind auf ihrer Facebook-Seite zu finden.

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