Stiftung Murikultur
Robert Häfner führt Stiftung Murikultur

Muri Als Gemeinderat sass er bereits einmal im Stiftungsrat und war an der Schaffung von «MuriInfo» beteiligt

Eddy Schambron
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Urs Pilgrim (rechts) übergibt nach elf Jahren das Präsidium der Stiftung Murikultur an Robert Häfner; Marlène Nogara ist Vizepräsidentin. ES

Urs Pilgrim (rechts) übergibt nach elf Jahren das Präsidium der Stiftung Murikultur an Robert Häfner; Marlène Nogara ist Vizepräsidentin. ES

Eddy Schambron

Der neue Präsident der Stiftung Murikultur heisst Robert Häfner. Er übernimmt das Amt am 16. März von Urs Pilgrim, der diese ehrenamtliche Aufgabe elf Jahre betreut hat und jetzt als 70-Jähriger kürzertreten will. Die neue Vizepräsidentin Marlène Nogara aus Merenschwand ist bereits im Amt. Nach dem Rücktritt von Peter Hochuli wählte sie der Stiftungrat am 12. Januar zu seiner Nachfolgerin. Das erklärte Ziel von beiden ist es, die Strahlkraft des kantonalen kulturellen Leuchtturms zu pflegen und die Angebote «von Muri für Muri» mindestens zu erhalten.

Mit seiner Pensionierung sei er frei geworden für neue Aufgaben, erklärt Häfner, der von 1984 bis 1996 als Kreisförster in den Bezirken Muri und Bremgarten arbeitete und von 1998 bis zur Pensionierung im Juni die Sektion Waldbewirtschaftung bei der Abteilung Wald des Kantons Aargau leitete. Zudem betreute er von 1998 bis 2005 als Gemeinderat unter anderem das Ressort Kultur. In dieser Zeit war er auch Mitglied des Stiftungsrates der Kulturstiftung St. Martin, der heutigen Stiftung Murikultur. In diesem Zusammenhang war er 2002 massgeblich beteiligt an der Schaffung von «MuriInfo» als gemeinsame Informations-, Koordinations- und Sekretariatsstelle für Kultur, Kirche und Tourismus. «Das kulturelle Leben in Muri ist spannend und unglaublich vielfältig», sagt Häfner. Das Erfolgsgeheimnis von Murikultur liege wohl in der gelingenden Kombination von Professionalität und Ehrenamtlichkeit. «Konsumenten werden zu Beteiligten, Murikultur ist stark in der Bevölkerung verankert.» Die Stiftung Murikultur spiele im kulturellen Leben zwar eine wichtige Rolle, sei jedoch nicht allein, betont Häfner. «Die Musikgesellschaft, die Fasnachtsgesellschaften, der Filmclub sowie ungezählte andere Vereine bereichern das kulturelle Leben und finden in Muri ihr Publikum». Häfner kennt zu ihnen, wie schon sein Vorgänger, keine Berührungsängste. Im Vordergrund stehen für ihn jetzt, anstehende oder bereits angelaufene Projekte wie Museum Caspar Wolf im Singisenflügel, die Wiederbelegung des Singisenforums für zeitgenössische Kunst oder die Zugänglichkeit des Fotoarchivs Stenz zu Ende zu führen und die Geschäftsstelle mit «MuriInfo» und Besucherzentrum zusammenzuführen.

Jüngere ansprechen

Auch Marlène Nogara, die neue Vizepräsidentin, will das breite Spektrum der Angebote beibehalten, und zudem auch ein jüngeres Publikum ansprechen. «Das Credo von Pilgrim war stets, dass Murikultur mit seinem Angebot Freude vermitteln und begeistern soll. Dieser Leitsatz muss weiterhin die Aktivitäten steuern.» Nogara kommt aus dem Bildungsbereich und war von 2003 bis zu ihrer Pensionierung 2015 als Inspektorin der Aargauer Volksschule tätig. Sie lebt in Merenschwand und wurde im Herbst 2013 in den Stiftungsrat von Murikultur gewählt.