Waltenschwil
Robert Dubler im TalkTäglich: «Solange ich lebe, heisst der Mohrenkopf Mohrenkopf»

Weltverbesserer sollen sich mit der Herkunft des Kakaos beschäftigen und nicht mit dem Namen Mohrenkopf, sagt Fabrikant Robert Dubler. Im TalkTäglich bedankt er sich zudem bei allen, die ihn in der vergangenen Woche unterstützt haben.

David Egger
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Er verkauft Mohrenköpfe und nennt sie auch so. Gestern war der Waltenschwiler Unternehmer Robert Dubler zu Gast bei Tele M1 im TalkTäglich. «Ich bin gerührt, wie die Leute um mich besorgt waren. Ich möchte allen danken», sagte Dubler. Denn nicht nur aus dem Freiamt, sondern aus der ganzen Schweiz wurde ihm Unterstützung zuteil, nachdem ein selbsternanntes «Komitee gegen rassistische Süssigkeiten» dem Mohrenkopf-Begriff den Kampf ansagte.

Ein bisschen könne er das Anliegen dieser Leute nachvollziehen, verriet Dubler gegenüber Moderator Rolf Cavalli: «Sie wollen die Welt besser machen, nutzen aber ein untaugliches Mittel. Es gäbe beim Mohrenkopf noch andere Sachen, zum Beispiel woher die Schokolade herkommt.»

Wenn der Begriff Mohrenkopf herabwürdigend wäre, würde er sein gutes Produkt nicht so nennen, so Dubler. «Früher hat man mich auch Mohrenkopf gerufen. Das habe ich immer gut gefunden», erzählte er. Die Firma habe er im Alter von 23 Jahren «aus Bequemlichkeit» übernommen, wie er selber ganz offen sagt. «Ich bin ein Egoist und will, dass es mir gut geht. Aber ich habe ziemlich schnell gemerkt, dass auch das Umfeld zufrieden sein muss.»

Zur Politik, deren Tun «betrüblich» sei, hat Dubler ein «gestörtes Verhältnis» – ganz egal, ob rechts, links, grün, gelb oder schwarz. An der «Je-suis-Mohrenkopf»-Aktion, mit der ihm die Berner Jung-SVP ihre Unterstützung aussprach, hat der langhaarige Freiämter mit dem markanten Schnauz daher nur gemischte Freude gehabt. «Wenn die Politiker einen so guten Job machen würden wie ich mit dem Mohrenkopf, könnten wir lachen und sagen, dass es uns wirklich gut geht.»

Auch auf den Finanzsektor ist Dubler nicht gut zu sprechen. Gefragt, wieso bei ihm nur Barzahlung möglich ist, sagt er: «Ich habe keine Freunde dort, wo sie die Plastikkarten machen.» Ein Kartenterminal würde ihn 5000 bis 10 000 Franken kosten und danach ginge dann bei jedem Verkauf ein Prozent weg. «Ich gebe nicht gerne Geld ab für eine Dienstleistung, die ich nicht mag», sagt Dubler, der auf dem Boden gebliebene Erfolgsunternehmer.

Dubler machte auch klar: «Solange ich lebe, heisst der Mohrenkopf Mohrenkopf.» Und ebenso lange wird er wohl auch seine Liebe zum Motorsport ausleben: Am Samstag nimmt er auf dem Salzburgring am Histo-Cup teil.

Sehen Sie die Sendung in voller Länge hier: