Ringen NLA
«Wir waren von A bis Z konzentriert», sagt der Mannschaftsführer zum Kantersieg von Freiamt

In Merenschwand hat die Ringerstaffel Freiamt die Ringerriege Einsiedeln vorbildlich mit 27:7 (14:3) bezwungen.

Willi Steffen
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Nils Leutert (links) bei einer seiner Beinschrauben an Gegner Dany Kälin.

Nils Leutert (links) bei einer seiner Beinschrauben an Gegner Dany Kälin.

Willi Steffen

Was für ein Unterschied. Auf der einen Seite der über zwei Meter grosse Einsiedler Boris Illsenseer mit rund 125 Kilo Körpergewicht. Ihm gegenüber steht Magomed Ayskhanov. Der Freiämter Ringer ist einen Kopf kleiner und bringt unglaubliche 40 Kilo weniger auf die Waage. Eigentlich eine klare Sache für den Gästeringer. Erst recht als Ayskhanov früh in Rückstand gerät und vergebens am Felsen Illsenseer rüttelt.

Der Gastgeber lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen und startet Beinangriff um Beinangriff. Dem hat der schwerfällige Illsenseer nichts entgegenzusetzen. Am Schluss gewinnt Ayskhanov standesgemäss mit 10:2 Punkten.

Die Gäste werden zu Statisten degradiert

Der Tschetschene in Freiämter Diensten ist an diesem Abend Teil einer geschlossenen, starken Teamleistung der RS Freiamt. «Heute waren wir konzentriert von A bis Z», lobte Mannschaftsführer Pascal Strebel sein Team. Die Gäste wurden teils zu Statisten degradiert. Gerade mal drei Freiämter gingen als Verlierer von der Matte. Shayen Dietiker erkämpfte sich verdientermassen im zweiten NLA-Einsatz einen Punkt und musste sich schliesslich 1:2 gegen Gino Gugolz beugen. Mit demselben Resultat zog Marc Weber gegen den Freistilspezialisten Yves Neyer den Kürzeren.

Es wäre vermessen gewesen, von Weber in dieser Stilart einen Sieg zu erwarten. Dasselbe gilt für Joel Meier gegen Adrian Mazan. Die grössere Routine war in diesem Kampf schliesslich ausschlaggebend. Herausragend agierte Roman Zurfluh. Angriffslustig und aggressiv wie in seinen besten Tagen liess er beim 9:0 gegen den starken Andreas Burkard keine Zweifel aufkommen, wer nach sechs Minuten die Matte als Sieger verlässt.

Mit technischer Überlegenheit gewannen Nils Leutert gegen Dany Kälin und Pascal Strebel gegen Jan Neyer. Leutert punktete dabei mit gleich sechs lehrbuchmässigen Beinschrauben. Teamsenior Pascal Strebel sorgte mit mehreren Überdrehern und einer Viererwertung für Spektakel.

«Wir müssen uns vor niemandem verstecken»

Herausragend war der Auftritt von Nino Leutert gegen Michel Schönbächler. Mit gleich zwei technisch hochstehenden Viererwertungen zog er seinem Gegner schon früh den Zahn. Zu seinem aufstrebenden Teamkollegen sagte Pascal Strebel: «Nino ist im Hoch. Ihm kann man zurzeit hinstellen, wen man will. Er hat es im Blut, ist abgeklärt, hat Kraft und Ausdauer.»

Stark war auch die Darbietung von Michi Bucher gegen das Riesentalent Lars Neyer. Abgebrüht ging der Merenschwander mit einer Viererwertung in Führung. Es folgten drei weitere Wertungen, ehe er seinen 7:0- Vorsprung clever über die Runden brachte. Pascal Strebel hielt fest: «Wir müssen uns vor niemandem verstecken. Wir haben eine starke Mannschaft und das wissen auch unsere Gegner.»

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