Niederwil

Riesiger Andrang zur Freiämter Olma: «Das gehört fix zum Festtagsprogramm»

Schon am ersten Tag war der Andrang zur traditionellen Freiämter Olma bei Mäder Landmaschinen riesig.

«Wir gehen zuerst ein bisschen Maschinen anschauen und danach ein bisschen Bier trinken.» Für Roger, den Bauern aus Rupperswil, und seine beiden nicht in der Landwirtschaft tätigen Kollegen Markus und Peter gehört der Besuch der «Freiämter Olma» in Niederwil seit Jahrzehnten fix zum Festtagsprogramm. «Hier treffen wir Leute, die wir sonst das ganze Jahr über nicht sehen. Wir diskutieren mit ihnen über die neuesten Maschinen, aber auch über Gott und die Welt», erklärt das gut gelaunte Trio in der Schmitte-Beiz.

Die war am ersten Ausstellungstag kurz vor Mittag schon bis auf den letzten Platz besetzt. Künststück bei den moderaten Preisen: die Bratwurst gibts bei Mäder für einen Fünfliber, den Cervelat grilliert oder als Waldfest für 4 und den Becher Bier für 3.50 Franken. Die auf dem Firmengelände präsentierten Landmaschinen sind da schon etwas teurer. Aber die halten ja auch etwas länger als die Schmitten-Wurst oder der Kaffee Ford.

Die Freiämter Olma gibt es seit bald 50 Jahren, immer zwischen Weihnachten und Neujahr. Sie ist zum Treffpunkt der Landwirte und Nicht-Landwirte aus der ganzen Region, aber auch aus den angrenzenden Kantonen geworden. «Wir sind immer hier, sagen zwei Landwirte aus dem Zürcher Oberland ebenso wie ihre beiden Bauern-Kollegen aus dem Luzerner Hinterland und drei junge Burschen aus dem Kanton Bern. So zwischen 5000 bis 6000 Besucherinnen und Besucher würden es wohl auch diesmal wieder werden, schätzt Inhaber und Geschäftsführer Rolf Mäder.

Der Aufwand für die Ausstellung ist enorm, über Wochen wird jeweils vom ganzen Team am Aufbau gearbeitet, mehrere Dutzend Helferinnen und Helfer stehen an der Veranstaltung im Einsatz. «Es lohnt sich», sagt Rolf Mäder. Der Erfolg lasse sich jeweils nicht in getätigten Verkaufsabschlüssen messen. Aber das sei auch sekundär. «Wir bringen an unserer Ausstellung Landwirte und Nichtlandwirte zusammen und unsere Firma bei allen ins Gespräch. Wenn ein Bauer eine neue Maschine braucht und ein Nichtbauer einen neuen Rasenmäher oder sonst ein Kleingerät, dann denken sie an uns. Davon bin ich überzeugt.»

Die Landmaschinen-Ausstellung bei der Firma Mäder AG im Buchgrindel in Niederwil dauert noch bis zum 30. Dezember und ist täglich von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet.

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