Rottenschwil
Rezept gegen sinkende Schülerzahlen gesucht

Statt 100 Kinder besuchen nur 70 die Schule in Rottenschwil. Dies macht den Schulverantwortlichen Sorgen, sie überlegen sich mögliche Lösungen. Möglich wäre die Aufnahme externer Schüler oder die Zusammenarbeit mit anderen Schulen.

Lukas Schumacher
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Schulleiter Niels Anderegg im Klassenzimmer der 4./5. Primar. sl

Schulleiter Niels Anderegg im Klassenzimmer der 4./5. Primar. sl

«100 Kinder im Primarschul- und im Kindergartenalter wären für unsere Dorfschule ideal», sagen Rottenschwils Schulpflegepräsidentin Gabi Hartmann und Schulleiter Niels
Anderegg. Dies aus pädagogischen wie auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen. Aktuell fehlen der Schule 30 Schüler, im August 2013 werden es rund 40 sein. Die Umstellung auf 6 Jahre Primar/3 Jahre Oberstufe im August 2014 entschärft das Problem nicht. Dann wird die Schülerzahl in Rottenschwil-Werd wie heute bei voraussichtlich 70 liegen.

Zwei mögliche Lösungswege

Schulbehörde und Schulleitung sehen zwei gangbare Wege, um die Zahl der Schüler zu steigern. Das eine Szenario wäre eine enge Zusammenarbeit mit einer andern Schule aus der Region, eine Kreisverbundlösung, wie sie beispielsweise die zwei Nachbargemeinden Bünzen und Besenbüren praktizieren, mit Dorfschulhäusern in beiden Gemeinden. «Unsere Schule hat viel zu bieten und ist gewiss eine spannende Partnerin für eine andere Schulgemeinde», betonen Hartmann und Anderegg.

Das zweite Szenario wäre die Aufnahme von auswärtigen Schülerinnen und Schülern, um die gut eingerichteten Klassenzimmer besser zu belegen. Rottenschwils Schulverantwortliche verweisen auf einige Qualitäten ihrer Unterrichtsstätte. So wird die Begabtenförderung in Rottenschwil seit fünf Jahren in Form eines regionalen Begabungsateliers betrieben. Daneben macht die Dorfschule im europäischen Projekt «Fibonacci» (offener Matheunterricht) mit und ist eine von sechs Schulen in den Kantonen Aargau und Solothurn, die fürs nationalen Projekt «SWiSE» (entdeckender Naturkunde- und Technikunterricht) ausgewählt worden sind.

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