Bremgarten
Reussstädtische Sporthalle kostete mehr als 7 Millionen Franken

Die im Herbst 2010 eingeweihte Sporthalle kam Bremgarten teurer zu stehen als erhofft. Statt 6,6 Mio. Franken kostete die grosse Sportstätte 7,04 Mio., wie die jetzt vorliegende Abrechnung zeigt.

Lukas Schumacher
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Sporthalle Bremgarten: Anthrazitfarbenes Aussenkleid mit komfortablen inneren Werten.

Sporthalle Bremgarten: Anthrazitfarbenes Aussenkleid mit komfortablen inneren Werten.

Lukas Schumacher

Dreieinhalb Jahre nach der Eröffnung der Sporthalle Bremgarten liegt die Kreditabrechnung vor. Die Gesamtkosten betragen 7,04 Millionen Franken, inklusive 187 500 Franken für den damaligen Gesamtleistungswettbewerb, der 2007/2008 durchgeführt worden war.

Weil der Kanton Aargau einen beachtlichen Zustupf von 625 000 Franken überwies, verblieben Bremgarten letztlich Nettokosten in Höhe von 6,4 Mio. Franken.

Diverse Zusatzleistungen

Anhand der bewilligten Hallenkredite hätten die Bremgarter Nettokosten 6 Mio. statt 6,4 Mio. Franken betragen sollen. Macht gemäss Abrechnung eine beachtliche Kreditüberschreitung von 434 702 Franken. Die Kreditabrechnung wird ein Thema der Gemeindeversammlung vom 12. Juni im Casino Bremgarten sein.

Begründet wird die Kostenüberschreitung vorab mit Zusatzleistungen von 214 000 Franken, die nicht im Kostenvoranschlag aufgeführt waren: 135 000 Franken für anerkannte Mehraufwendungen des Sporthallentotalunternehmers Porr Suisse, 50 000 Franken wegen nachträglicher Anpassungen im Untergeschoss sowie 29 000 Franken für Zusatzarbeiten in der Halle.

Daneben schlugen Zusatzentschädigungen von 112 000 Franken für die Tätigkeit des Bauherrenvertreters von Bremgarten und für weitere Fachberater zu Buche.

Hoher Nutzwert

Die Bremgarter Dreifach-Halle ist gut belegt, ihr Nutzwert hoch. Tagsüber wird die Sporthalle vorab von den Schülern benützt, von den Sek- und Realschülern sowie den Primarschülern der Schulhäuser Isenlauf und St. Josef.

An den Abenden und den Wochenenden trifft man in der Halle Angehörige mancher Sportvereine an, vom Tischtennisclub über den Unihockeyclub bis zur Männerriege.

Geplant und realisiert wurde die Sporthalle unter der Regie des Baukonzerns Porr Suisse als Generalunternehmer. Nach übereinstimmender Einschätzung von Fachleuten war der Bau der Halle finanziell alles andere als ein tolles Geschäft für den Generalunternehmer. Aussagekräftige Zahlen über den erlittenen Verlust des Generalunternehmers sind freilich nicht erhältlich.