Eggenwil

Restaurant Frohburg in nur fünf Wochen unter neuer Herrschaft

Natascha Brunold hat viel Arbeit investiert, um sich den Traum vom eigenen Restaurant zu erfüllen.

Natascha Brunold hat viel Arbeit investiert, um sich den Traum vom eigenen Restaurant zu erfüllen.

Natascha Brunold hat sich einen Traum erfüllt und das Restaurant Frohburg in Eggenwil übernommen.

Innerhalb von fünf Wochen ein Restaurant zu eröffnen, ist schwierig. Aber nicht unmöglich, wie Natascha Brunold beweist. Nachdem sie die Handelsschule absolviert hatte und kurz vor der Prüfung zum Wirtediplom stand, suchte man für das Restaurant Frohburg in Eggenwil neue Besitzer.

Lieber Café als Restaurant

«Ich wollte immer ein Café aufmachen, nicht unbedingt ein Restaurant. Ich habe lange mit meinem Mann diskutiert. Er musste ja sagen, um mich zu überzeugen», sagt Brunold und lacht. Für sie sei ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen.

Ihr Mann sei es auch gewesen, der sie beim Aufbau massgeblich unterstützt habe. «Er hat zwei Wochen Ferien genommen, die Mauer aus Holzscheitern gebaut und den Garten gestaltet.» Überhaupt ist die Frohburg ein Familienbetrieb, auch die Eltern helfen kräftig mit.

Natascha Brunold musste trotzdem viel Eigenleistung erbringen und hat lange Präsenzzeiten. «Man kann nicht ein Restaurant eröffnen und beliebig Personal einstellen. Schliesslich kommen jetzt alle, um zu sehen, wie es läuft, da will ich anwesend sein und die Gäste begrüssen.

Davon leben Gastrobetriebe, zumindest in den ländlichen Regionen.» Bis jetzt laufe es gut, sagt Brunold, die in Muri und Rottenschwil aufgewachsen ist und jetzt in Zufikon wohnt. «Damit das so bleibt, müssen die Gäste zufrieden sein.»

Nicht zu exotisch fürs Freiamt

Dass die Gäste zufrieden sind, dafür sorgt auch Markus Marchel, der ein Cateringunternehmen hat und früher im Ochsen Villmergen gearbeitet hat. Einen geeigneten Koch hat Brunold auf die Schnelle nicht gefunden, deshalb hilft ihr Marchel bis Ende Jahr aus. Einst hatte Brunold für Marchel gearbeitet, jetzt ist es umgekehrt – man kennt und unterstützt sich in der Gastro-Branche.

Bekannt ist Marchel für hervorragendes Fleisch vom Grill, das er nun in der Frohburg zubereitet. «Das Frohburg-Cordenbleu, Kalbskotlett und Rindsfilet vom Grill sind sicherlich sehr empfehlenswert», sagt Marchel auf die Frage nach Spezialitäten. Und auch das restliche Angebot ist gutbürgerliche Küche. «Zu exotisch sollte es im Freiamt nicht sein», sagt Brunold.

Geprägt von den Jahreszeiten

«Wichtig ist, dass alles frisch ist. Wir haben keine wahnsinnig grosse Karte, dafür brauchen wir die Tiefkühltruhe nur für Glacé und Pommes Fites.» Durchgehendes Thema sind die vier Jahreszeiten, an denen sich die Küche und auch die Dekoration orientieren. Täglich gibt es im Eggenwiler Restaurant drei Mittagsmenüs, am Nachmittag frischen Kuchen und Kaffee – Brunold ist gelernte Bäcker-Konditorin.

Ebenfalls dem aktuellen Trend dürfte das Weinangebot entsprechen. Das Restaurant arbeitet mit der Vinothek René Schmidli in Villmergen zusammen. «Wir arbeiten mit einem sogenannten Coravin-System.

Das Spezielle daran ist, dass die Flaschen, aus denen man Wein ausgeschenkt hat, sofort wieder mit Gas aufgefüllt werden. So bleibt der restliche Wein in der Flasche frisch, und wir können alle Weine im Offenausschrank anbieten», erklärt Brunold. Grund dafür sei, dass viele Gäste keine ganze 7dl-Flasche bestellen wollten.

Geöffnet hat das Restaurant Frohburg am Montag von 8.30 bis 14 Uhr, Dienstag bis Freitag von 8.30 bis 23 Uhr und am Samstag von 14 bis 23 Uhr.

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