Die Regionalpolizei (Repol) Wohlen hat ihre Räume wie Büros, Lager und Parkgaragen derzeit an sechs verschiedenen Orten in Wohlen und Villmergen verteilt. Und diese Räume, insbesondere ihre Zentrale im Wohler Gemeindehaus, sind auch noch viel zu klein für die 19 Mitarbeiter der Repol.

Dass eine Lösung hermuss, ist längst klar, das hat sich der Gemeinderat auch in sein Legislaturprogramm 2018–2021 geschrieben. Und dies will er nun angehen. In einem Bericht und Antrag stellt er die ersten Überlegungen vor und bringt einen Kredit von 125 000 Franken für die Projektierung vor den Einwohnerrat.

Das wohl Wichtigste, was es zu wissen gibt: Der neue Standort der Regionalpolizei soll an der Wilstrasse 57/59 sein. Dort sind auch alle anderen regional tätigen Sicherheitsorganisationen wie die Feuerwehr, die regionale Zivilschutzorganisation und das regionale Führungsorgan untergebracht. In den beiden Gebäuden sollen Synergien genutzt werden können. «Wir halten es für den idealen Standort», sagt Gemeindeammann Arsène Perroud auf Anfrage.

Umbauarbeiten werden 1 Mio. Franken kosten

Ein Projektierungsausschuss mit Vertretern des Gemeinderates und der Verwaltung hat die möglichen Standorte anhand von fünf Kriterien überprüft. Dabei waren vor allem der Ort und die mögliche Raumaufteilung wichtig, aber auch der Zustand des Baus, die Kosten für Umbauarbeiten und der frühestmögliche Bezugstermin.

Der Standort inklusive der Distanz zu den acht Gemeinden Büttikon, Dintikon, Dottikon, Hägglingen, Uezwil, Villmergen, Waltenschwil und natürlich Wohlen, für die die Repol zuständig ist, liegen in einem guten Rahmen. «Es ist wohl sogar einfacher, von dort aus auf Patrouille zu fahren, als immer erst vom Gemeindehaus aus durch ganz Wohlen hindurchfahren zu müssen», sagt Perroud.

Auch die möglichen Räume, die gebaut werden können, waren ausschlaggebend. «Es fehlen betriebsnotwendige Räume wie Einvernahmezimmer, Arrestzellen usw.», heisst es im Bericht und Antrag. Da das Land den Ortsbürgern gehört und die Einwohnergemeinde das Baurecht hat, ist Letztere in der guten Position, die bestehenden Büroräume passend für die Repol umbauen zu können. Neben neuen Beleuchtungen und dem Einbau von Duschen müssen auch schusssichere Glasabschlüsse, eine sichere Unterbringung für die Dienstfahrzeuge sowie ein Lager für Fundvelos erstellt werden. Aus Sicherheitsgründen braucht es zudem einen separaten Flur zu den neuen Arrestzellen und Einvernahmezimmern. All diese baulichen Massnahmen sollen rund 1 Mio. Franken kosten.

Vielleicht bleibt ein Polizeischalter im Gemeindehaus

Für die Repol wäre der Standort ideal. Doch könnte sich die Distanz zum Dorfzentrum auch negativ auswirken? Beispielsweise für Leute, die Anzeige erstatten wollen und nun erst ins Auto steigen und zur Polizei hinausfahren müssen? Von der nächsten Bushaltestelle ist es eine knappe Viertelstunde Fussmarsch bis zum Gebäude. «Das haben wir uns natürlich auch überlegt», sagt Perroud. «Wir sind erst am Anfang der Planung, aber es ist gut möglich, dass weiterhin ein Polizeischalter im Gemeindehaus zu finden sein wird, an dem man eben Anzeigen erstatten, aber auch all die anderen Dienstleistungen der Polizei beziehen kann.»

Abgesehen davon sind die Platzverhältnisse im Wohler Gemeindehaus bekannterweise prekär. «Das ist nicht der Hauptgrund, weshalb die Repol auszieht», ist dem Gemeindeammann wichtig. «Dennoch können wir die dadurch freiwerdenden Räume auf jeden Fall sehr gut für die Verwaltung brauchen.» Am 2. September werden Einwohnerräte und Kommissionen über das Projekt informiert.