Hendschiken
Repla Unteres Bünztal: Heiner Graf neuer Präsident

Der Regionalplanungsverband Unteres Bünztal hat seine Statutenrevision vorerst ausgesetzt. Er prüft, ob ein Geschäftsleitermodell Sinn machen würde, allenfalls zusammen mit dem Regionalplanungsverband Oberes Freiamt.

Toni Widmer
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Heiner Graf (hier noch als Schulvorsteher von Hägglingen).

Heiner Graf (hier noch als Schulvorsteher von Hägglingen).

Fabian Hägler

Der Hägglinger Gemeinderat Heiner Graf übernimmt neu das Präsidium des Regionalplanungsverbandes Unteres Bünztal. Bisher war er Vizepräsident und hat die Geschäfte nach der Suspendierung von Walter Dubler als Wohler Gemeindeammann während rund anderthalb Jahren interimsweise geführt. Neuer Vizepräsident wird der Wohler Gemeinderat Arsène Perroud. Eine weitere anstehende Ersatzwahl in den Vorstand wurde aus tragischen Gründen ausgesetzt: Für das Amt vorgesehen war der neu gewählte Othmarsinger Gemeindeammann Markus Briner, der vor einer Woche überraschend verstorben ist. Zu seinen Ehren erhoben sich die Teilnehmer der Abgeordnetenversammlung zu einer Schweigeminute.

Heiner Graf verabschiedete an der Versammlung den ehemaligen Othmarsinger Gemeindeammann Fritz Wirz, der 12 Jahre im Repla-Vorstand mitgearbeitet hatte. Gar seit 1998 war Walter Dubler Vorstandsmitglied gewesen, 2000 hatte er das Präsidium von Ernst Häner übernommen. Graf würdigte Dublers Engagement während fast zweier Jahrzehnte: «Er hat den Regionalplanungsverband über eine Generation mitgeprägt und sich immer für die Anliegen der Region eingesetzt. Wenn er von etwas überzeugt war, dann hat er nicht lockergelassen.»

Intensives Jahr hinter sich

Der Verband habe einmal mehr ein intensives Jahr hinter sich erklärte der neu gewählte Präsident in seinem Jahresbericht. Als Schwerpunkte erwähnte er das Regionale Entwicklungskonzept (REK), das Agglomerationsprogramm 3. Generation, die Umzonung der Kartbahn Waltenschwil, die laufende kantonale Planung von regionalen Asyl-Grossunterkünften, diverse Anhörungen zu kantonalen Vorlagen und die geplante Statutenrevision.

Letztere ist vorderhand ausgesetzt worden, weil man Alternativen zur aktuellen Verbandsform abklärt. Prüfen will man unter anderem, ob die Einführung des Geschäftsleitermodells eine Variante wäre. Dazu laufen auch Gespräche mit dem Repla Oberes Freiamt über ein allfälliges gemeinsames Vorgehen. Auch sonst geht dem Repla die Arbeit im laufenden Jahr nicht aus. Weil 2016 gut gehaushaltet worden ist, bleiben die Gemeindebeiträge auf dem bisherigen Niveau.

Auf Empfehlung des Kantons muss der Budgetmodus geändert werden. Deshalb findet am 18. Oktober eine zweite Abgeordnetenversammlung statt, an der über den Voranschlag 2018 beschlossen wird. Bisher ist dieser jeweils erst im Frühling des laufenden Rechnungsjahres vorgelegt und bewilligt worden. Neu wird die Abgeordnetenversammlung jeweils im Juni statt wie bisher im März angesetzt und dann über das Budget für das nächste Rechnungsjahr befunden. Für das Budget 2018 ist aber eine Zwischenlösung nötig.