Schäden
Reparaturen beim Kloster Muri kosten 2,3 Millionen

Neben dem ordentlichen Unterhalt schlagen auch Schäden an Fassade und Dach zu Buche.

Eddy Schambron
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An der Ostfassade und am Dach des Klosters Muri sind in den nächsten zehn bis zwölf Jahren gewisse Schäden zu beheben. ES

An der Ostfassade und am Dach des Klosters Muri sind in den nächsten zehn bis zwölf Jahren gewisse Schäden zu beheben. ES

Das Kloster Muri ist in einem sehr guten, gepflegten Zustand. Das heisst aber nicht, dass sich die Vertreter der katholischen Kirchgemeinde zurücklehnen können. So sind beispielsweise vereinzelte Fassadenschäden an der Ostseite oder Dachflächenschäden und verwitterte Turmschindeln am Güggelturm festzustellen, wie im Bericht zur Versammlung der Kirchgemeinde am Montag, 14. November, steht.

Eine Grobschätzung geht von Kosten von rund 2,3 Mio. Franken für die nächsten zehn bis zwölf Jahre aus. «In welchem Umfang und Zeitplan wir die vorgeschlagenen möglichen Massnahmen ausführen lassen wollen, liegt nun in der Verantwortung aller Beteiligten bis hin zu unseren finanziellen Möglichkeiten», heisst es weiter.

Orgel restaurieren

Konkret ist dafür der Kredit von 75 000 Franken für die Konservierung und Restaurierung der Evangelien- und Epistelorgel in der Klosterkirche. Die beiden Lettner-Orgeln aus den Jahren 1743 müssen gemäss Empfehlung von der Firma Orgelbau Kuhn AG in Absprache mit der Denkmalpflege und dem Organisten Johannes Strobl einigen Arbeiten unterzogen werden.

So gilt es, leichter Schimmelbefall, verzogene Ventile und undichte Windanlagen zu beheben und andere abgenutzte Komponenten zu ersetzen. Ebenfalls werden beide Orgeln einer umfassenden Reinigung unterzogen. An die Kosten beteiligt sich die kantonale Denkmalpflege zu rund 60 Prozent.

Vorplatz sanieren

Rund 65 000 Franken kostet die Sanierung des Vorplatzes der Pfarrkirche. Im Bereich des Fahrradunterstandes vor der Pfarrkirche bilden sich immer wieder Pfützen, welche den Zugang erschweren und unangenehm sind. Vor allem besteht im Winter die Gefahr von Glatteisbildung. Schliesslich ist die Pflästerung der südwestlichen Auffahrtsrampe zum Kircheneingang in einem sehr schlechten Zustand.

Gebrochene Steine und Unebenheiten erschweren den Kirchenzugang, was vor allem für Besucher mit eingeschränkter Mobilität ein Hindernis darstellt. Deshalb sollen verschiedene Beläge ersetzt werden. Auch werden gleichzeitig alle Dachwasser- und Abwasserleitungen gereinigt, begutachtet und vermasst.

Gleich bleibender Steuerfuss

Der Voranschlag 2017 zeigt einen Aufwand und Ertrag von 2,257 Mio. Franken und basiert auf einem Steuerfuss von 21 Prozent. Traktandiert sind weiter die Genehmigung der Verwaltungsrechnung 2015, der Finanzplan 2017 bis 2021 sowie Ehrungen. Der Finanzplan budgetiert bis 2001 jährliche Steuereinnahmen von rund 2,3 Mio. Franken, bei gleich bleibendem Steuerfuss.

Dabei bestehe aber eine grosse Unsicherheit, wie sich das Bevölkerungswachstum, beziehungsweise Kirchenaustritte in Zukunft auswirken werden, hält im Namen der Kirchpflege Präsident Thomas Suter fest. Die Kirchgemeindeversammlung findet am 14. November, 20 Uhr, im Dachtheater des Kloster Muri statt.