«Wo Autos unterwegs sind, muss Parkieren geregelt sein», erklärte Thomas Geissmann (FDP) im Namen der GPK. Mit dem neuen Parkierungsreglement dürfe mit einem knappen Einnahmenüberschuss gerechnet werden, momentan würden die Parkplätze quersubventioniert. Mit dem Reglement erreiche man mehr Gleichbehandlung und Ordnung. Unterschiede gibt es künftig nur noch zwischen den verschiedenen Zonen.

Die Zonen widerspiegeln unterschiedliche Bedürfnisse, machte Geissmann klar: «Ladenbesucher halten sich nur kurz auf, deshalb fallen bereits nach einer Viertelstunde Gebühren an. Der Besuch bei Bekannten tagsüber soll gratis bleiben, deshalb kostet der Parkplatz in der Wohnzone erst nach drei Stunden.» Die GPK brachte einen Änderungsantrag ein: Bei Grossanlässen sollen auch jene Parkplätze bewirtschaftet werden, die um diese Zeit sonst gratis wären. Dies war unumstritten, es könne nicht sein, dass ein Badibesucher zahlen müsse, und der Fussball-Match-Besucher am Abend für denselben Platz nicht mehr.

Arsène Perroud betonte: «Es besteht schon lange Handlungsbedarf. Die Spiegelgruppe, in der Gewerbe, Vereine und die Politik vertreten waren, hat zu verschiedenen Fragen Stellung genommen. Aufgrund der Rückmeldungen wurde eine definitive Fassung erarbeitet.» Diese habe zwei Ziele: genügend Parkplätze sicherzustellen und Dauerparken zu verhindern.

Sämtliche öffentlichen Anlagen werden mit dem Parkplatzreglement bewirtschaftet. Das Wild- und Laternenparking in Quartieren will der Einwohnerrat mit dem Reglement verhindern. Das Parkieren werde nicht in jedem Fall teuerer, so Perroud: «Heute zahlt man im Zentrum ab der ersten Minute, künftig sind 15 Minuten gratis.» Mitarbeiter der Gemeinde und Lehrer erhalten die Parkkarten vergünstigt. Die Erstinvestitionen, insbesondere für Parkuhren und Signalisation, belaufen sich auf 240 000 Franken. Die jährlichen Betriebskosten werden 380 000 Franken betragen, sie werden gedeckt durch Parkgebühren. Man rechnet mit einem Betragsüberschuss von 20 000 Franken, so die Prognose.

Christian Lanz (SVP) bemängelte die «sehr hohen Kosten»: «Hätte man das nicht günstiger umsetzten können? Zum Beispiel mehr blaue Zonen und dafür weniger Parkuhren.» Cyrille Meier (SP) sind die Gebühren dagegen zu tief: «So wird kein Anreiz geschaffen, um die öV zu benutzen.» Das finden auch die Grünen. Harry Lütolf waren die Gebühren in den Wohnzonen zu hoch: «Man darf nicht mehr verlangen, als Kosten verursacht werden. Grössere Gemeinden, vergleichbar mit Wohlen, haben fast alle tiefere Gebühren.» Er wollte die Parkkarten auf 300 bis 900 Franken pro Jahr und auf 50 bis 100 Franken pro Monat festsetzen. Sein letzter Antrag wurde abgelehnt, das Parkierungsreglement grossmehrheitlich
angenommen.

Kredit für Sitzstufen genehmigt

Nicht umstritten war ein Kredit für das Erstellen von Sitzstufen an der Bünz. Die Einwohnerräte waren sich einig, dass damit ein Gewinn an Lebensqualität möglich ist. Die Standorte seien gut gewählt, betonten mehrere Einwohnerräte, es sei wichtig, dieses Anliegen der Wohler Jugend zu unterstützten. Der Wunsch ging aus der Jugendsession 2014 hervor.

Der Einwohnerrat bewilligte einen Verpflichtungskredit über 258 000 Franken mit 30 zu 5 Stimmen bei einer Enthaltung, mit dem vorerst drei von fünf Standorten mit Sitzstufen ausgestattet werden können.

Als neuer Einwohnerrat wurde Edwin Hübscher (EVP) vereidigt. Als Ersatz von Barbara Gsell wurde Simon Sax (GLP) in die GPK gewählt.