Bellikon
Regionalplanungsverband Mutschellen-Reusstal-Kelleramt: Finanzen im Griff, Verkehr stockt

Der Vorstand des Regionalplanungsverbandes Mutschellen-Reusstal-Kelleramt tagte in Bellikon. Das Budget steht. Der Verkehr am Mutschellen auch.

Christian Breitschmid
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Raymond Tellenbach (Mitte) präsidiert den Vorstand des Repla.Christian Breitschmid

Raymond Tellenbach (Mitte) präsidiert den Vorstand des Repla.Christian Breitschmid

Christian Breitschmid

Die 18 Gemeinden, die im Regionalplanungsverband Mutschellen-Reusstal-Kelleramt zusammengeschlossen sind, verbindet ein gemeinsames Interesse: Sie wollen den Charme und die Lebensqualität ländlicher Gemeinden bewahren und gleichzeitig als Wohnstätten urbaner Prägung finanzkräftige Steuerzahler in ihren Bann ziehen. In den vergangenen Jahren hat die ganze Region von Stetten bis Jonen, von Bremgarten bis Bergdietikon wie ein Magnet gewirkt auf Erholung suchende Grossstädter. «Die Region Mutschellen braucht keine Standortförderung mehr», fasste Regionalplaner Beat Suter die statistischen Erhebungen von 2015 zusammen. «Vor allem für Familien sind diese Gemeinden sehr attraktiv. Nun gilt es, die hohe Qualität zu halten.»

Drei Regionen, ein Anliegen

Ende August haben die Repla-Gemeinden ein Gemeindeseminar veranstaltet, um die vordringlichsten Themen der drei Regionen Mutschellen, Reusstal und Kelleramt zu fokussieren. Dabei zeigte sich, dass in allen drei Regionen die Verkehrsplanung ein grosses Anliegen ist. Besonders der Mutschellen mit seinem noch ungelösten Knotenproblem (AZ von heute und 19. September) giert nach einer Lösung. Im Reusstal will man das Naherholungsangebot ausbauen. Dazu gehört auch die Verbesserung der Infrastruktur durch den Bau der geplanten Fussgängerbrücke zwischen Künten und Fischbach-Göslikon. Der kostenbewusste Ausbau der Gesundheitsversorgung und verbindliche Regelungen im Zusammenhang mit dem Asylwesen stehen ebenfalls ganz oben auf der Interessenskala. Im Kelleramt stehen Optimierungen in der medizinischen Versorgung ebenfalls auf der Prioritätenlist. Noch höher steht aber der Wunsch nach einer Baulandbörse. Denn der kantonale Richtplan mit seinem Verdichtungsauftrag in der Regionalplanung, lässt in Sachen Baulandvergabe kaum mehr Spielraum. Das Zauberwort heisst «Bauzonentransfer». In gegenseitigem Einvernehmen können Gemeinden mit eingezontem Bauland, dieses an andere Gemeinden transferieren.

Kleiner Ertragsüberschuss

An Geld für zukünftige Planungssitzungen und Projekte fehlt es dem Repla Mutschellen-Reusstal-Kelleramt jedenfalls nicht. Durch ein sorgfältig erarbeitetes Budget, das sogar mit einem kleinen Ertragsüberschuss von fast 1600 Franken rechnet, ist es der Geschäftsleitung gelungen, 4000 zusätzliche Franken in die Arbeitsgruppe Verkehr für Verkehrsplanung und Mobilitätsmanagement einzuschiessen. Klar, dass dieses Budget einstimmig genehmigt wurde. Nun ist es an der Repla, sich beim Kanton mit viel Diplomatie und allen erlaubten Mitteln für die angestrebten Ziele stark zu machen.