Buttwil
Regionalplanung im oberen Freiamt stellt sich neu auf

Die Regionalplanung im oberen Freiamt muss neu organisiert werden: Vorstandsmitglieder treten zurück. Die Abgeordnetenversammlung verabschiedete zudem den Aargauer Baudirektor Peter C. Beyeler.

Eddy Schambron
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Zwei Schwergewichte in Freiämter Planungsangelegenheiten: Baudirektor Peter C. Beyeler (links) und Josef Nogara, Präsident des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt. ES

Zwei Schwergewichte in Freiämter Planungsangelegenheiten: Baudirektor Peter C. Beyeler (links) und Josef Nogara, Präsident des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt. ES

Die Regionalplanung im oberen Freiamt muss neu organisiert werden. Der heutige Präsident des Regionalplanungsverbandes, Josef Nogara,
sowie die Vorstandsmitglieder Josef Etterlin und Detlef Conradin werden 2014 zurücktreten.

«Zu diesem Zeitpunkt drängt sich eine Neuorganisation auf», erklärte Pius Wiss, Gemeindeammann in Dietwil, an der Abgeordnetenversammlung in Buttwil.

«Es gibt immer mehr Aufgaben zu lösen, die mit den heutigen Strukturen nicht mehr zu bewältigen sind», erklärte er. Die Versammlung wählte Stefan Balmer, Gemeindeammann in Abtwil, neu in den Vorstand.

Mit Geschäftsstelle

In Zukunft soll die Regionalplanung Oberes Freiamt in eine strate-gische und eine operative Ebene aufgeteilt werden.

Auf der operativen Ebene soll eine Geschäftsstelle geschaffen werden. «Viele Aufgaben, welche diese Geschäftsstelle zu übernehmen hat, werden heute vom
Präsidenten erledigt. Das geht in Zukunft sicher nicht mehr so», unterstrich Wiss.

Für die strategische Ebene der Repla werden neue Satzungen geschaffen. Pro Gemeinde sollen zwei Abgeordnete, davon ein Gemeinderatsmitglied, mitreden.

Beliebter Baudirektor

Eine Zäsur gibt es auch mit dem Ausscheiden von Peter C. Beyeler aus dem Regierungsrat. Er wurde an der Abgeordnetenversammlung verabschiedet. Nogara lobte Beyelers Verhandlungsgeschick und seine Leidenschaft nicht nur für seine Geschäfte, sondern auch für die Region Freiamt. «Das hat enorm gewirkt.»

Im Baudirektor habe man stets einen kompetenten und engagierten Gesprächspartner gefunden. Beyeler wiederum hatte nachgerechnet, dass er in seiner 13-jährigen Tätigkeit 68 Mal im Freiamt gewesen sei – und zwar nicht nur zu Kreiseleinweihungen.

«Die Themen – Siedlungs- und Verkehrsprobleme – sind die gleichen geblieben», stellte er fest. Der Regionalplanungsverband sei immer ein wichtiger Partner gewesen. «Der Kanton könnte seine Aufgaben gar nicht alleine lösen.»

Besonders freut Beyeler, dass die Südwestumfahrung von Sins erfolgreich auf Kurs gebracht werden konnte.

Die Abgeordneten genehmigten die Jahresberichte genauso wie die Jahresrechnung 2012 und das Budget mit Arbeitsprogramm 2013.

Zu Letzteren legten Josef Nogara zum Teilprojekt Siedlung und Verkehr, Heinz Nater zur Wirtschaftsregion Oberes Freiamt und Detlef Conradin zur Landschaftskommission weitere Details vor. Hermetschwil-Staffeln trat aus dem Regionalplanungsverband Oberes Freiamt aus.

Wichtige Schutzmassnahmen

In einem Referat legte Markus Zumsteg, Leiter Sektion Wasserbau beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt, dar, welche grosse Bedeutung der Hochwasserschutz Reusstal für den Aargau aufweist. Bei einem 100-jährlichen Hochwasser entstehen Schäden von über 50 Mio. Franken.

«Hochwasser sind natürliche Ereignisse, mit denen immer wieder gerechnet werden muss.» Mit Hochwasserschutzmassnahmen in Windisch, mit Geschiebeentnahmen aus der Reuss und der Mitfinanzierung der Holzrückhalteanlage Ettisbühl in Malters LU hat der Kanton einige Massnahmen ergriffen.

Dazu gehört auch die Verstärkung des Reussdamms in Mühlau 2011/2012. Glücklich zeigte sich Zumsteg über die Vereinbarung zwischen den Kantonen Aargau und Luzern zur Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für ein Hilfswehr beim Ausfluss des Vierwaldstättersees in Luzern.

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