Oberlunkhofen

Region Kelleramt ist für den Fall der Fälle gerüstet

Vier Defibrillatoren, drei Feuerwehr-Sanitätschefinnen und zwei Männer (von links): Brigitte Huwiler, Astrid Rodel, Produktevertreter Peter Maldini, Nicole Tschudin, Samaritervereinspräsident Hanspeter Schoch. sl

Vier Defibrillatoren, drei Feuerwehr-Sanitätschefinnen und zwei Männer (von links): Brigitte Huwiler, Astrid Rodel, Produktevertreter Peter Maldini, Nicole Tschudin, Samaritervereinspräsident Hanspeter Schoch. sl

Der Samariterverein Kelleramt und die drei Kellerämter Feuerwehren sind jetzt im Besitz von Defibrillatoren.

Als einer der letzten Samaritervereine im Aargau hat sich der Samariterverein Kelleramt einen Defibrillator zugelegt, dies auf Anregung seiner beiden Samariterlehrerinnen. Der Bestellung schlossen sich die drei Kellerämter Feuerwehrkorps Oberlunkhofen-Jonen, Unterlunkhofen-Rottenschwil und Arni-Islisberg an. Im Rahmen einer kleinen Feier in Oberlunkhofen sind die vier medizinischen Geräte dem Samariterverein und den Sanitätschefinnen der drei Feuerwehren ausgehändigt worden.

«Keine 08/15-Lösung»

Wie Hanspeter Schoch, Präsident des Samaritervereins Kelleramt und Angehöriger der Berufsfeuerwehr Zürich, mitteilte, sollte «keine 08/15-Lösung» resultieren. Dem Kauf der Stromstoss-Geräte sei eine längere Erörterungs- und Testphase vorangegangen. «Es war nicht einfach, auf dem grossen, unübersichtlichen Defibrillatoren-Markt jenes Gerät zu finden, das unseren Bedürfnissen am besten entsprach», sagte Schoch. Kriterien seien insbesondere die Bedienerfreundlichkeit und das Verhältnis Preis/Leistung samt den Unterhaltskosten in den nächsten Jahren gewesen. Entschieden hat man sich schliesslich für ein zwei Kilo leichtes Modell der Firma Medtronic.

Aha-Erlebnis, zwei Trainingsgeräte

Medizinalprodukteberater Peter Maldini führte das Gerät kurz vor, was bei Laien ein kleines Aha-Erlebnis auslöste: Ein Defibrillator funktioniert ohne vorgängige Herzdruckmassage samt Atemspenden nicht. Und ein absolutes Muss bei jedem Patienten mit Herzproblemen sei ein frühstmöglicher Anruf an die Notrufnummer 144 oder in den Bergen an die Rega-Nummer 1414.

Für die Kellerämter hat sich die Sammelbestellung gelohnt. Sie mussten nicht den vollen Preis fürs Gerät zahlen, das im Einzelhandel für rund 3500 Franken angeboten wird. Zudem sprangen zwei Trainings-Defibrillatoren heraus, die der Samariterverein in sein Sanitätslager aufnimmt und sie zum Üben auch den Kellerämter Feuerwehren auslehnt.

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