Eggenwil

Referendum für mehr Schulraum sollte zustande kommen

Auszählung der Stimmzettel vor fünf Wochen im Materialraum der Turnhalle Eggenwil: In geheimer Abstimmung war das Schulprojekt gescheitert, jetzt steht das Referendumsbegehren auf dem Prüfstand.

Auszählung der Stimmzettel vor fünf Wochen im Materialraum der Turnhalle Eggenwil: In geheimer Abstimmung war das Schulprojekt gescheitert, jetzt steht das Referendumsbegehren auf dem Prüfstand.

Das Referendum, das für Eggenwil eine Verdoppelung des Schulraums fordert, wird am Montag eingereicht. Die Initianten haben mehr als die geforderten 158 Unterschriften gesammelt.

Die Befürworter des Schulprojekts, das an der «Gmeind» Eggenwil Ende November abgelehnt worden war, dürften ihr erstes Ziel locker erreicht haben. «Wir haben deutlich mehr als die benötigten 158 gültigen Unterschriften zusammengetragen», bestätigt Roland Belser, Sprecher der Referendumsinitianten. «Es dürften gut 200 sein.» In Eggenwil braucht es 158 gültige Unterschriften (ein Viertel der Stimmberechtigten), damit das Referendum zustande kommt.

Am Montag, 7. Januar, werden die Unterschriftenbögen im Gemeindehaus abgegeben und anschliessend verifiziert. Stellt sich bei der Überprüfung der Unterschriften keine Überraschung ein, findet am 3. März die Urnen-Referendumsabstimmung statt.

«Vorzügliche Gesamtlösung»

Die Referendumsgruppe, der Vertreter von Dorfvereinen und Neuzuzüger angehören, hofft, dass der Gemeindeversammlungsbeschluss an der Urne gekippt wird. Auf lange Sicht sei die an der «Gmeind» abgelehnte Sanierungs- und Erweiterungsvariante eine vorzügliche Gesamtlösung für Schule, Vereine und Dorfgemeinschaft, hält die Gruppe fest. Wie beurteilt Roland Belser die Chancen bei der Referendumsabstimmung? «Das wird sicher kein Spaziergang. Wir von der befürwortenden Seite werden vor dem Urnengang einige Überzeugungsarbeit leisten müssen. Aber die Chancen sind durchaus intakt.»

An der Gemeindeversammlung Ende November 2012 war das Projekt in geheimer Abstimmung mit 98 Nein gegen 79 Ja gescheitert. Während die Befürworter vor allem die Argumente «Weitsicht», «Nachhaltigkeit» und «grosser Raumbedarf» ins Spiel brachten, argumentierten die Gegner mit «zu hohen Kosten» und «Verlust der steuerlichen Attraktivität». Das rund 3,8 Millionen kostende Schulprojekt Eggenwil sieht eine Verdoppelung der Nutzfläche von 500 auf 1000 Quadratmeter vor. Die Realisierung des Vorhabens ist an eine Steuererhöhung geknüpft. Die Umsetzung löst eine Anhebung des Gemeindesteuerfusses von 6 Prozentpunkten aus. Eggenwils neuer Steuerfuss würde nicht mehr 98 % betragen, sondern 104 %.

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