Oberlunkhofen
Raumplanung auf Stufe Priester: «Pastoralraum Bremgarten Reusstal»

Fünf Pfarreien des Reusstals schliessen sich zu Pastoralraum zusammen. Damit wollen die Priester, die Zusammenarbeit untereinander stärken und trotzdem unabhängig bleiben.

Robert Benz
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Die Verantwortlichen für den Pastoralraum Bremgarten-Reusstal: Franz Xaver Amrein (Zufikon), Gregor Keusch (Hermetschwil-Staffeln), Georg Umbricht (Lunkhofen), Ueli Hess (Bremgarten), Leo Stocker (Jonen), Helen Bieler (Zufikon) und Cäcilia Stutz (Lunkhofen). ZVG

Die Verantwortlichen für den Pastoralraum Bremgarten-Reusstal: Franz Xaver Amrein (Zufikon), Gregor Keusch (Hermetschwil-Staffeln), Georg Umbricht (Lunkhofen), Ueli Hess (Bremgarten), Leo Stocker (Jonen), Helen Bieler (Zufikon) und Cäcilia Stutz (Lunkhofen). ZVG

Am 1. Juni, wenn Bischof Felix Gmür für die Errichtungsfeier nach Oberlunkhofen kommt, wird es offiziell: Die katholischen Kirchgemeinden von Jonen, Lunkhofen, Zufikon, Hermetschwil-Staffeln und Bremgarten schliessen sich zum Pastoralraum Bremgarten Reusstal zusammen.

Pastoralraum bedeutet, dass innerhalb dessen Grenzen, also unter den oben genannten Kirchgemeinden, Personal und Know-how ausgetauscht werden kann, die Pfarreien aber intakt bleiben und ihren Auftrag weiterhin selbstständig wahrnehmen.

Es gehe nicht darum, eine «Versorgungskirche aufrechtzuerhalten», betonen die Verantwortlichen. Vielmehr sollen Synergien genutzt werden, und zwar in erster Linie bei der Seelsorge.

Ob ein Pfarrer angestellt oder gekündigt wird, entscheidet in Zukunft eine Administrativkommission. Alle Pfarreien haben also ein Wörtchen mitzureden.

Keine Pastoralraumopfer

«Der Pastoralraum ist für uns kein Abschluss, sondern ein Beginn», hält Jonens Pfarrer Leo Stocker fest. Dies verdeutlicht das vorliegende Pastoralraumkonzept: Die pastoralen Themen, die auf der Ebene der neuen Seelsorgeeinheit umgesetzt werden, sind insbesondere die kirchliche Jugendarbeit, die Gottesdienstplanung und die gegenseitigen Aushilfen.

So wird beispielsweise in Lunkhofen die Jugendarbeit gestärkt, wovon aber auch die anderen Pfarreien profitieren sollen. Natürlich sei das Projekt aus einer gewissen Not heraus geboren, meinte Gregor Keusch, Kirchenpflegepräsident von Hermetschwil-Staffeln. Immer weniger Priester stehen zur Verfügung, aber die Arbeit wird nicht weniger.

Nicht zuletzt deswegen war die Errichtung eines Pastoralraumes, wo sich die Gemeinden austauschen und Synergien nutzen können, in keiner der Pfarreien umstritten.

Einstimmig und ohne Enthaltung sagten sämtliche fünf Kirchgemeindeversammlungen Ja zum Projekt und somit auch Ja zu den 63 300 Franken, die das Projekt gekostet hat. Neu wird eine 20-Prozent-Stelle für die Assistenz des Pastoralleiters geschaffen, die Cäcilia Stutz ausfüllt.

Bereits jetzt kann die Pfarreien-Gemeinschaft einen Erfolg vorweisen. Im Rahmen der neuen Möglichkeiten und des verbesserten Austauschs konnte mit Pfarrer Franz
Xaver Amrein die Vakanz in Zufikon besetzt werden.

Amrein sieht sich keineswegs als «Pastoralraumopfer», wie er selbst sagt. «Ich staunte über die Einigkeit unter den Beteiligten. Alle wollen dasselbe, deshalb ging alles so schnell», so Amrein.

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