Fischbach-Göslikon
Räudige Füchse jetzt auch im Reusstal gesichtet – der erste ist bereits erlegt

Jäger haben im Gebiet Sandbank an der Reuss einen kranken Fuchs entdeckt und später erlegt. Die Fuchsräude, die bisher vor allem im Fricktal verbreitet aufgetreten ist, hat offenbar das Freiamt erreicht. Hundehalter müssen vorsichtig sein.

Toni Widmer
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Ein an der Fuchsräude verendetes Tier. (Symbolbild)

Ein an der Fuchsräude verendetes Tier. (Symbolbild)

zvg

Hundebesitzer aufgepasst: Die ansteckende Fuchsräude ist im Freiamt angekommen. Mitglieder der Jagdgesellschaft Bremgarten-Fischbach-Göslikon haben vor ein paar Tagen im Gebiet der Sandbank an der Reuss ein krankes Tier entdeckt: «Wir waren an jenem Abend auf Hasenzählung und haben den offensichtlich von der Räude befallenen Fuchs längere Zeit beobachten können. Das Tier hatte seine Scheu vor den Menschen offensichtlich weitgehend verloren und flüchtete nicht sofort», erzählt Präsident Franz Bühlmann.

Einen Tag später konnte das kranke Tier von einem der Jagdaufseher erlegt werden: «Der Fuchs sah ziemlich schlimm aus. Er wäre wohl in den nächsten Tagen von selber gestorben», sagt Bühlmann. Die Fuchsräude, ist er überzeugt, hat jetzt auch das Freiamt erreicht: «In unserem Revier haben wir bereits mehrere Tiere entdeckt, von denen wir aufgrund ihres Zustandes annehmen, dass sie krank sind.»

Starker Befall im Fricktal

Bisher war man davon ausgegangen, dass sich die Fuchsräude vor allem im Grossraum Fricktal ausgebreitet hat. «Von dort sind uns mehrere Fälle gemeldet worden», bestätigt Erwin Osterwalder, Fachspezialist Jagd im Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Man wisse zwar auch von vereinzelten toten Füchsen im Raum Umiken und in Fislisbach, bisher sei die Krankheit im Aargau aber zum Glück noch nicht flächendeckend aufgetreten, sagt Osterwalder.

Die Freiämter Jäger und auch Erwin Osterwalder appellieren an die Hundehalter, besondere Vorsicht walten zu lassen: «Hunde», sagt Franz Bühlmann, «sind im Wald und in der Nähe des Waldes an der Leine zu führen. Nur so kann verhindert werden, dass sie mit kranken Füchsen in Kontakt kommen und selber angesteckt werden.»

Für die Füchse ist die Krankheit tödlich. «Gegen Tollwut können wir Impfköder auslegen. Gegen die Fuchsräude gibt es das nicht», erklärt Osterwalder. Katzen, Hunde und Menschen, die mit dem Virus angesteckt werden, könnten medikamentös behandelt und therapiert werden. Vorbeugen, raten die Jäger zum richtigen Verhalten, sei aber auch in diesem Fall deutlich besser als heilen.

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