Muri
Rauch, Blut und Flammen – Feuerwehrübung gleicht einem Actionfilm

Die Hauptübung der Stützpunkt-Feuerwehr Muri war ein grosses Spektakel und begeisterte das Publikum. Oft glichen die Szenen an der gesperrten Aarauerstrasse einem Actionfilm.

Patrick Züst
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Hauptübung: Die Szene an der gesperrten Aarauerstrasse gleicht einem Actionfilm. Patrick Züst

Hauptübung: Die Szene an der gesperrten Aarauerstrasse gleicht einem Actionfilm. Patrick Züst

Patrick Züst

Zuerst war es nur ein wenig Rauch, der aus dem ersten Stock des Wohnhauses bei der Louis Frey Garage Muri aufstieg. Aber bereits nach wenigen Minuten brach Hektik aus. Löschfahrzeuge trafen ein, Schläuche wurden verlegt und Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken sicherten das Gebäude. Nur wenige Meter neben blutüberströmten Verletzten und explosionsgefährdeten Fahrzeugen stand das Publikum und erfreute sich an der realitätsnahen Übung.

Während einer Stunde zeigte die Stützpunkt-Feuerwehr Muri ihr ganzes Können. Die Hauptübung beinhaltete jede Situation, mit der die Feuerwehrleute auch im Ernstfall konfrontiert sein könnten. Die Szene an der gesperrten Aarauerstrasse glich einem Actionfilm.

Ein brennendes Haus mit eingeschlossenen Personen, gleich daneben ein Fahrzeugunfall und zu alldem noch ein benzingefülltes Fahrzeug, das zu explodieren drohte. Hautnah konnte das Publikum miterleben, mit wie viel Effizienz und Übersicht die Fachleute ihren Job erledigten. Von der erbrachten Leistung waren besonders die Kinder tief beeindruckt.

Übung in allen Punkten erfüllt

Während der Übung war Oberleutnant Jules Pikali dafür zuständig, dass die Zuschauer immer genau wussten, was gerade passierte. Über ein Megafon kommentierte er das Geschehen vom ersten Funkspruch bis zum Einsatzabbruch und gab dem Publikum so die Möglichkeit, mehr über die Vorgehensweise der Feuerwehr in Notfallsituationen zu erfahren.

Mit dem Ablauf der Übung war er sehr zufrieden: «Ich glaube wir haben es geschafft, der Öffentlichkeit zu zeigen, in wie vielen verschiedenen Bereichen wir tätig sind und mit welchen Herausforderungen wir im Einsatz zu kämpfen haben.»

Auch Einsatzleiter Stefan Hunziker zog bei der Schlussbesprechung eine positive Bilanz und lobte seine Kameraden: «Ihr seid mit sehr viel Vernunft an diese Übung herangegangen.» Die angetroffene Situation sei komplex und sehr schwierig einzuschätzen gewesen, «und trotzdem haben wir es geschafft, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Übung in allen Punkten erfüllt.»

Rückblick auf ein strenges Jahr

Bereits kurze Zeit nach dem Löschen des fiktiven Brandes qualmte es jedoch schon wieder. Der Weihrauch, der bei der anschliessenden Magazin- und Fahrzeugsegnung zum Einsatz kam, war den Feuerwehrleuten aber willkommen.

Diakon Armando Auf der Maur, der die Weihung vornahm, lobte in seiner Ansprache die Arbeit der Feuerwehr: «In Notsituationen sind es oftmals Feuerwehrleute, die Hilfe und Beistand spenden. Deshalb kann man durchaus sagen, dass sie ein verlängerter Arm Gottes sind.»

Auch Gemeinderat Heinz Nater dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. Insgesamt 92 Mal musste die Stützpunkt-Feuerwehr Muri in den letzten zwölf Monaten ausrücken. Dabei werden vor allem der Eichmühlebrand und die ausgelaufene Gülle im Stockenbach in Erinnerung bleiben. Das anschliessende Nachtessen bot die Möglichkeit, sich gemeinsam über die erfolgreiche Hauptübung auszutauschen.