Muri

Ralf Bucher will für die CVP in den Nationalrat

Ralf Bucher ist nominiert

Ralf Bucher ist nominiert

Die Bezirkspartei Muri nominiert den 32-jährigen Geschäftsführer des Aargauer Bauernverbandes einstimmig als Nationalratskandidaten. Ralf Bucher selbst rechnet sich gute Chancen aus.

Ralf Bucher als Mühlau rechnet sich gute Chancen für einen Sitz in Nationalrat aus. Vor drei Jahren erhielt er bei einer entsprechenden Kandidatur 19700 Stimmen und wäre damit dritter Ersatzmann gewesen. «Mit diesem Ergebnis ist es nur logisch, dass er nochmals antritt», erklärte Herbert Strebel, Muri, Grossrat und Präsident der CVP Bezirk Muri. Selbstverständlich sei die Kandidatur trotzdem nicht: «Auf Ralf Bucher wartet ein langer Wahlkampf.»

Der 32-jährige Mühlauer ist ausgebildeter Bauer, hat Weiterbildungen in Agrarwirtschaft und Unternehmensführung hinter sich und arbeitet zu 90 Prozent als Geschäftsführer des Aargauer Bauernverbandes. Dazu hat er den elterlichen Hof übernommen, den er zusammen mit Bauern aus dem Dorf und einem Angestellten führt. Er will sich unter anderem für die Landwirtschaft und für erneuerbare Energien einsetzen. «Für mich ist der vierte Listenplatz vorgesehen. Das Potenzial, genügend Stimmen zu machen für eine erfolgreiche Kandidatur, ist da», stellt er fest.

In die Zukunft geblickt

Die Parteiversammlung im Mühlauer Schoren befasste sich allerdings nicht nur mit der Nomination des Nationalratskandidaten. Zudem wurde auch das Wachstum im Freiamt und im Kanton Zug beleuchtet.

Josef Nogara, Präsident des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt, machte deutlich, dass künftig eine Zusammenarbeit über die Kantongrenzen hinaus wichtig werde. Das Freiamt, das für die Zuger als Wohnraum interessant ist, muss sich auf ein beträchtliches Wachstum einstellen. Das bringt Vorteile, aber auch einige Probleme mit sich.

So sind beispielsweise Verkehrsfragen ganz oben auf der Liste. «Wir wollen die Zuger Stadtbahn und wir wollen einen gut ausgebauten öffentlichen Verkehr.» Aber auch Nutzungsplanungen müssen vermehrt über die Region hinaus koordiniert werden, weil der Siedlungsdruck gross ist. Ein grosses Potenzial sieht Nogara in überbauten Gebieten, die noch schlecht genutzt werden.

Zuger Geld für Umfahrung?

Der Zuger Regierungsrat Beat Villiger, selber ein Freiämter, erklärte, dass die Zusammenarbeit aus seiner Sicht zunehmend zu funktionieren beginne, obwohl sie nirgends gesetzlich verankert sei. Auch der Kanton Zug habe ein Interesse an Problemlösungen über die Kantonsgrenzen hinweg. «Eine Südwestumfahrung in Sins ist auch für Zuger wünschenswert.» Villiger wäre sogar «geneigt, sich für diese Umfahrung auch finanziell zu engagieren».

Während die beiden Kantone in einzelnen Bereichen sehr gut zusammenarbeiten – Strassenverkehrsamt oder Berufsschulbereich –, sieht er in anderen noch Handlungsbedarf: Polizei- und Feuerwehrwesen, Grundschule und öffentlicher Verkehr. «Die Zusammenarbeit mit dem Freiamt funktioniert besser als mit dem Kanton.» Wichtig scheint Villiger, dass das Freiamt «weiterhin selbstbewusst mit einer Stimme auftritt». Im Wachstum sieht er vor allem Chancen wirtschaftlicher Natur. Wichtig scheint ihm aber, dass trotz Bevölkerungswachstum die Grundidentität nicht verloren geht. «Das ist bei uns vielleicht zu einem Teil passiert.»

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