Anschliessend, im Juli und August 2015, werden die Sanierungen und Umbauten im bestehenden Schulhaus und in der Turnhalle ausgeführt.

Die Sanierungen und Umbauten sind Teil des 2,7 Mio. Franken kostenden Ausbauprojekts, das die Dorfbewohner vor gut drei Monaten deutlich genehmigt haben. Gleichzeitig sprach sich die Gemeindeversammlung gegen eine Auslagerung der Fünft- und Sechstklässler nach Bremgarten aus.

Ebenfalls zum Erneuerungspaket gehört die Heizungsanlage. Im Oktober dieses Jahres wird die alte Ölheizung ausgemustert und durch eine Holzschnitzel-/Holzpelletheizung ersetzt. Ein anderer Ausbauschritt, der Einbau der Liftanlage im Schulgebäude, ist im März 2015 vorgesehen.

Der zusammengestellte, ehrgeizige Bauterminplan steht und fällt selbstredend mit den vorgängigen Baubewilligungs- und Submissionsverfahren. Gemeinderat und Baukommission wollen die beiden Verfahren innert dreier Monate, von April bis Juni, durchziehen. Bereits erteilt wurden die Aufträge zur Bauprojektverfeinerung, zum Bewilligungs-
verfahren und zur Ausschreibung. Mit den Architekturleistungen befasst sich Rolf Rey aus Zufikon, mit den Bauingenieurarbeiten das Büro Kaufmann und Partner aus Rupperswil, mit den Haustechnikleistungen Seco aus Oberrohrdorf und mit den Elektroingenieurarbeiten das Wohler Unternehmen Melliger und Partner.

Mit der Umstellung von fünf auf sechs Primarschulklassen im August 2014 steigt die Schülerzahl an der kleinen Dorfschule. Derzeit werden in Eggenwil 50 Kinder, inklusive Kindergärtler, unterrichtet. Im August 2014 liegt die Schülerzahl gemäss Prognose bei 60, im August 2015 bei 68. Neu wird die Gemeindeschule in vier je zweistufige Abteilungen unterteilt: 1./2. Kindergarten, 1./2. Primar, 3./4. Primar, 5./6. Primar.

Der Kanton Aargau, genauer die kantonale Abteilung Volksschule, bewilligte die vier Abteilungen sowie die entsprechenden Pensen der Lehrkräfte fürs neue Schuljahr.

Zeitlich und bautechnisch kommt die Umstellung auf sechs Primarklassen für Eggenwil ein Jahr zu früh. Gemeinde- und Schulbehörde sind aber zuversichtlich, dass der Übergang in die neue Schulorganisation und in die Bauphase ohne grössere Probleme gelingen wird.

Auf kostspielige Provisorien und Schulcontainer wollen die Behörden der kleinen Reusstalgemeinde verzichten. Vorübergehend soll der Schule das grosse Sitzungszimmer im Gemeindehaus-Obergeschoss zur Verfügung stehen. Zudem will man die räumlichen Engpässe während der Bauerei überbrücken mit Stundenplananpassungen und alternativen Unterrichtsformen.