Wohlen

Psychomotorik-Therapie kommt bald mitten ins Dorf

Das Psychomotorik-Ambulatorium der St.-Josef-Stiftung soll in das blaue Gewerbehaus beim Casino verlegt werden. aw

Das Psychomotorik-Ambulatorium der St.-Josef-Stiftung soll in das blaue Gewerbehaus beim Casino verlegt werden. aw

Wenn Kinder auffällig unruhig, ungeschickt, gehemmt, ängstlich oder aggressiv, liegt das oft an der Psychomotorik. Dagegen gibt es Therapieformen. Bald soll mitten in Wohlen ein Psychomotorik-Ambulatorium der Stiftung St. Josef einziehen.

Die St.-Josef-Stiftung in Bremgarten fasst die beiden Psychomotorik-Ambulatorien in Berikon und Wohlen an einem neuen Standort in Wohlen zusammen: im Gewerbehaus an der Zentralstrasse 30A hinter dem Casino. Bisher waren die Ambulatorien im Kreisschulhaus in Berikon und im Junkholzschulhaus in Wohlen untergebracht. Beide Gemeinden haben den Mietvertrag mit der St.-Josef-Stiftung wegen Platzmangels gekündigt.

Baugesuch liegt auf

Das Baugesuch für die Umbauten im Gewerbehaus in Wohlen liegt bis zum 14. Februar auf. «Der neue Standort ist für uns ideal», bemerkt Manfred Breitschmid, Leiter der St.-Josef-Stiftung. Diese bietet die Psychomotorik-Ambulatorien in Bremgarten, Muri und Wohlen für Kinder und Jugendliche an, die in ihrem Bewegungs- und Beziehungsverhalten und damit in ihren Entwicklungs- und Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkt sind.

Dies zeigt sich konkret etwa darin, dass sie auffällig unruhig, ungeschickt, gehemmt, ängstlich oder aggressiv sind. Dagegen gibt es anerkannte Therapieformen. Die Therapeutinnen stehen den Eltern, Lehrpersonen und anderen Fachpersonen beratend zur Seite.

In der Therapie werden mit gezielten Übungen gewisse Bewegungsabläufe und methodischen Fähigkeiten aufgebaut und gefördert. Ziel ist, dass das Kind im Bewegungs- und Symbolspiel Erlebnisse, Gefühle und Konflikte ausdrücken und verarbeiten kann. Die Kosten für Abklärungen, Therapie und Beratung übernimmt der Kanton Aargau.

Für alle gut erreichbar

Sobald die St.-Josef-Stiftung die Baubewilligung erhält, werden die Lokalitäten in Wohlen eingerichtet. Dafür hat der Stiftungsrat einen Kredit von gegen 300 000 Franken bewilligt. Bewusst sei die Stiftung mit den Psychomotorik-Ambulatorien in den drei Gemeinden Bremgarten, Muri und Wohlen im Freiamt präsent, damit alle, die sie aufsuchen, etwa den gleich langen Weg hätten, stellt Stiftungsleiter Manfred Breitschmid fest.

Das Ambulatorium in Wohlen mit dem grössten Einzugsgebiet im Freiamt soll Ende Juli eröffnet werden. Jenes in Berikon muss, weil das Kreisschulhaus saniert werden muss, während der nächsten zwei Jahre geschlossen bleiben. Ob es wieder eröffnet werden kann, müsse sich weisen, teilt Breitschmid mit. «Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann ist der Weg nach Bremgarten ja auch nicht allzu lang.»

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