Muri

Projekte über Generationsgrenzen hinweg: Zukunfts-Kafi präsentiert seine Ideen

Birgit Staufer (l.) und Therese Fankhauser planen einen Begegnungsort in Muri.

Birgit Staufer (l.) und Therese Fankhauser planen einen Begegnungsort in Muri.

Das Murianer Zukunfts-Kafi präsentierte, wie sich die Ideen zu unterschiedlichen Projekten im Laufe der letzten Monate entwickelt haben.

Fast ein Jahr ist es nun her, dass sich 70 Personen trafen, um sich Projekte zu überlegen, die sämtliche Generationen in Muri einbeziehen sollten. Jetzt präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Ideen im Klostersaal und berichteten, wie weit ihre Vorhaben vorangeschritten sind.

Den Abend moderierten Andy Limacher und Stefan Tittmann von der Projektforum AG. Sie begleiten den Prozess seit dem ersten Gedankenaustausch. Aus der Ideensammlung seien folgende Arbeitsgrup- pen hervorgegangen: Moderne Kommunikation, Verbesserung Langsamverkehr, Mobiler Dorfplatz, Kirchenfeldstrasse/Kirchbühlstrasse, Muri in Action und Repair Café.

Abstrakte Planungen und Vorhaben in Aktion

«Einige der Vorhaben sind noch etwas abstrakt», erklärte Andy Limacher, «andere hingegen befinden sich schon in der Ausführung.» Zu Erstgenannten zählte Moderne Kommunikation, das Marcelo Duarte näher vorstellte: «Dabei geht es um einen Relaunch der Gemeindewebseite, die beispielsweise optisch ansprechender und benutzerfreundlicher werden soll.» Das Projekt werde in zwei Phasen ablaufen, Ende 2020 solle das neue Design stehen, für 2021 sei eine grundlegende Überarbeitung geplant. «Es wäre vielleicht recht hilfreich, eine Resonanzgruppe in das Vorhaben einzubinden», schlug Stefan Tittmann vor, da von den interessierten Zuhörern die Frage kam, inwieweit die Bürger in den Prozess eingebunden werden. Dafür zeigte sich Gemeinderat Daniel Räber offen.

Der Gemeinderat berichtete aus der Arbeitsgruppe Verbesserung Langsamverkehr. Da es in Muri seit 2016 den Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) gebe, bestehe nun ein Austausch zwischen den beiden Gruppen. Verkehrsplanungen wie ein Radwegstreifen in der Luzernerstrasse seien allerdings meist recht langwierig in der Vorbe­reitung, da unter anderem Genehmigungen eingeholt und ein Finanzierungsplan aufgestellt werden müsse.

Bei Kirchenfeldstrasse/Kirchbühlstrasse handelte es sich um die Idee, eine Wiese im Quartier mit Hecken, Blumenwiese und Kräutergarten als öffentlichen Begegnungsort zu gestalten. Therese Fankhauser und Birgit Staufer präsentierten zu ihren Vorstellungen eine Karte mit Vorher/Nachher-Effekt. «Da die Wiese Gemeindeareal ist, haben wir das Projekt dem Gemeinderat vorgestellt. Der steht dem Vorhaben positiv gegenüber, nun wird alles geprüft», informierten die beiden Frauen, denen die Leidenschaft für ihre Idee anzumerken war. Weil der von Pia Lauper vorgestellte Mobile Dorfplatz noch einige Startschwierigkeiten hat, wurde vorgeschlagen, dieser könne sich doch gut mit dem Begegnungsort vernetzen.

Bereits stattgefunden hat das erste Repair Café. Dazu konnte Mich Wyser mitteilen: «Dafür haben sich zehn Per­sonen zusammengefunden, wegen Corona konnten wir aber erst nach den Sommerferien starten.» Fotos zeigen, wie gut das Vorhaben angekommen ist. «Plan ist, dass das Repair Café viermal im Jahr abgehalten wird», so Wyser, «der nächste Termin soll am 14. November sein. Wir hoffen, es klappt.»

Corona macht Tanzenden Strich durch die Rechnung

Auch Muri in Action war bereits als Tanznachmittag in Aktion. Markus Delz berichtete mit Bedauern: «Doch dann hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt Tanz heisst es nun soziale Distanz.» Davon habe sich die Projektgruppe aber nicht unterkriegen lassen und alternative Ideen gesammelt wie etwa Exkursionen zum Thema Kräuter oder eine Wald-Weihnacht. «Der rote Faden ist, Gemeinsamkeit. Und damit auch alle daran teilhaben können, wollen wir die Termi- ne auf den dritten Samstag und Sonntag im Monat legen», führte er aus. Zum Abschluss wünschten die Moderatoren allen Projekten weiterhin viel Erfolg und hofften, auch weiterhin zu hören, wie es vorangeht.

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