Wohlen

Projekte spiegeln die Verbundenheit der Kanti zur Unesco

Der ehemalige Geschichtslehrer Josef Kunz hält in seiner Rede die Wichtigkeit der Unesco hervor.

Seit zehn Jahren gehört die Kanti zum Netzwerk der assoziierten Unesco-Schulen, das war ein guter Grund zum Feiern.

Wenige Minuten nach 11 Uhr erschien das Rondell der Kanti noch recht leer. Kurz darauf ertönte der Gong zur Pause. Rektor Matthias Angst sagte: «Ich bin gespannt, wie viele Schüler nun neugierig werden und zur kurzen Feier bleiben. Die Veranstaltung ist schliesslich freiwillig.» Er konnte zufrieden mit den jungen Leuten sein, zu Beginn des kleinen Festaktes war der Raum vor der Bühne gut gefüllt.

Rückblick und Aussicht

Seit Dezember 2008 Jahren zählt die Kanti Wohlen zum Kreis der Unesco assoziierten Schulen. Als einer der damaligen Initiatoren hielt der ehemalige Geschichtslehrer Dr. Josef Kunz eine Rede. Darin erinnerte er sich an die Beitrittsfeier, an der sogar der Botschafter aus Kamerun teilnahm, weil die Kanti dort ein Projekt unterstützt hatte. «Viele fragen sich: Wieso braucht es heute noch eine Unesco, wo die Freiheit und der Wohlstand der Menschen fast grenzenlos sind?», fragte der ehemalige Lehrer.

Dann wies er auf die aktuellen Probleme hin, wie etwa den erstarkenden Nationalismus in vielen Ländern. Der wiederum führe dazu, dass einige Politiker plötzlich Mauern planen, wenn sie nicht sogar schon eine gebaut haben. Kunz führte aus: «Und genau darin liegen die Aufgabe und Herausforderung der Unesco mit ihren über 10 000 assoziierten Schulen – Mauern und Grenzen zu überwinden.»

Wie so etwas gehen kann, erklärten Lehrerin Sylvia Jasseng und Fatima Arslantas, die im Unesco-Team der Kanti sind. «Wenn Sie Zeit haben, schauen Sie sich die Plakate unserer Ausstellung hier im Rondell an», lud Jasseng die Anwesenden ein. Diese zeigten verschiedene Projekte aus den vergangenen Jahren, mit dabei die Spendensammlung für einen Brunnenbau in Kamerun.

Deutsch für Geflüchtete

Immer noch aktuell sei das erfolgreiche Programm «Deutsch für Geflüchtete», das 2017 ins Leben gerufen wurde, berichteten die Referentinnen. Nachhaltigkeit sei ein wichtiges Anliegen der Unesco. Zum Thema «No Waste» zeigten sich die Schüler der Kanti an einem Plakatwettbewerb von ihrer kreativen Seite. Damit auch weiterhin Ideen wie diese umgesetzt werden können, wünschte sich Sylvia Jasseng: «Wir freuen uns über weitere Mitglieder im Team. Wenn ihr Lust habt, tolle Dinge auf die Beine zu stellen, meldet euch bei uns.»

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