Freiamt
Prognose rechnet mit 29'000 Zuzügern innert 25 Jahren

Ein Berechnungsmodell liefert reichhaltiges Zahlenwerk zur Wachstumsprognose 2040 für das Freiamt.

Lukas Schumacher
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Im Freiamt (Blick auf Wohlen und Villmergen) soll dem grössten Teil der Zuzüger Wohnraum in den heutigen Bauzonenreserven zur Verfügung gestellt werden. Archiv/Dominic Kobelt

Im Freiamt (Blick auf Wohlen und Villmergen) soll dem grössten Teil der Zuzüger Wohnraum in den heutigen Bauzonenreserven zur Verfügung gestellt werden. Archiv/Dominic Kobelt

Gemäss Wachstumsprognose legt der Aargau in den nächsten 25 Jahren zünftig zu. Bis 2040 steigt die Einwohnerzahl von rund 626 000 auf 816 000. Macht eine Zunahme von 190 000 Leuten und ein jährliches Wachstum von 6700 Personen im Kanton Aargau.

Jährlich 1200 Freiämter mehr

Wo sollen die 180 000 erwarteten Zuzüger Wohnsitz nehmen? Eine Antwort darauf liefert das kantonale Berechnungsmodell im Zusammenhang mit der Umsetzung des neuen Raumplanungsgesetzes. Der entworfene Verteilschlüssel sieht fürs gesamte Freiamt ein Wachstum von rund 29 000 Personen vor. In der Freiämter Feinverteilung nimmt die Einwohnerzahl in der Region Mutschellen, Reusstal, Kelleramt um gut 11 000 Personen zu. Im Unteren Bünztal klettert die Einwohnerzahl um 11 500, im Oberfreiamt um rund 6700. Alles in allem wächst das Freiamt jährlich im Schnitt um fast 1200 Personen.

Das klar grösste regionale Wachstum mit rund 40 700 Zuzügern in den nächsten 25 Jahren wird für die Region Baden erwartet, gefolgt von der Region Aarau mit rund 30 000 und der Region Zofingen mit 21 700 Personen. Für die Region Fricktal werden 18 700 Zuzüger prognostiziert, für Lenzburg-Seetal 15 000 und für die Region Brugg 12 000. Das mit Abstand geringste Wachstum aller Regionen im Aargau sagt man fürs Suhrental mit einem Plus von 2400 Personen vorher.

Baulandreserve für 16 400 Zuzüger

Wie können die Regionen und Gemeinden das erwartete grosse Wachstum auffangen? Von den 29 000 neuen Freiämterinnen und Freiämtern werden gemäss Berechnungsmodell 16 400 in den heutigen Bauzonenreserven wohnen. 11 500 Personen soll dank Innenentwicklung und Verdichtungen neuer Wohnraum in den beiden Freiämter Bezirken zugewiesen werden. Nur 1300 werden auf neu im Freiamt eingezontem Baugebiet wohnen. Den beiden Bezirken Bremgarten und Muri wird demnach nur wenig zusätzliche Baulandfläche zugestanden.

Ein Blick auf die kantonsweiten Berechnungszahlen offenbart: 101 000 der 180 000 Aargauer Zuzüger werden Wohnraum in den heutigen Bauzonenreserven belegen. Innenentwicklungen und Verdichtungen sollen 64 000 Leuten neue Wohnstätten bescheren. Den übrigen 23 000 Zuzügern steht neu eingezontes oder umgezontes Wohnbauland zur Verfügung. Dies vor allem in der Region Baden. Das Siedlungsgebiet der Verbandsgemeinden von Regio Baden soll um 46 Hektaren vergrössert werden. Hinzu kommen 31 Hektaren durch Umzonungen, sodass eine zusätzliche Wohnfläche von 77 Hektaren resultieren wird. Je total rund 20 Hektaren neue Wohnflächen werden im Fricktal und in der Region Aarau geschaffen.

Vier Hektaren mehr im Freiamt

Vergleichsweise sehr bescheiden fällt das zusätzliche Siedlungsgebiet im Freiamt aus. Im Oberfreiamt wird der Gemeinde Sins gut zwei Hektaren neues Bauland zugeteilt. Ebenfalls rund zwei Hektaren einzonen kann Berikon als einzige Gemeinde der Region Mutschellen, Reusstal, Kelleramt. Keine Vergrösserung erfährt das Siedlungsgebiet in den Gemeinden des Unteren Bünztals.