Dottiker Fasnachtsumzüge haben eine lange Tradition. Die erste grosse Veranstaltung unter dem Motto «Es darf gelacht werden» hat an der Fasnacht 1975 stattgefunden. Organisiert von der Rüeblizunft, die in der Folge im Abstand von jeweils zwei Jahren 22 weitere grosse Umzüge organisiert hat. Und stets stand dabei die praktisch gleiche eingeschworene Truppe an der Front und zog die Fäden.

Nach 44 Jahren kommt jetzt die Wachtablösung: Mit der IG Fasnachtsumzug haben junge Fasnächtler das Zepter übernommen und dafür gesorgt, dass die Dottiker Umzugstradition weitergeht. Das neue Organisationskomitee mit Präsident Gregor Rüdisüli rekrutiert sich überwiegend aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Guggenmusik Hübelschränzer. Die Hübelschränzer haben schon an den beiden Umzügen von 2015 und 2017 in der Organisation mitgewirkt. «Das sind super Leute, die jetzt den Karren ziehen. Sie garantieren mit ihrem Engagement dafür, dass unsere Fasnacht lebendig bleibt und weiterhin in die ganze Region ausstrahlt», lobt Roland Hochstrasser, Rüeblizünftler der ersten Stunde und 2017 der letzte Umzugs-OK-Präsident dieser Clique.

Das OK der IG Fasnachtsumzug (von links): Matthias Rüdisüli, Stephan Huber, Patrick Möckli, Gregor Rüdisüli (OK-Präsident), Oliver Pelzer.

Das OK der IG Fasnachtsumzug (von links): Matthias Rüdisüli, Stephan Huber, Patrick Möckli, Gregor Rüdisüli (OK-Präsident), Oliver Pelzer.

Schon lange Schwimmen gelernt

Der erste Umzug, 57 Gruppen und insgesamt über 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – wie fühlt man sich so im kalten Wasser? Gregor Rüdisüli lacht: «Klar, das erste Mal ist für uns sicher eine grosse Nummer. Doch wir haben alle bereits einige Erfahrung mit dem Organisieren von kleinen und grösseren Anlässen und so gesehen schon längst Schwimmen gelernt.» Zudem, sagt der neue OK-Präsident, dürften sie auf die Unterstützung der erfahrenen Rüeblizünftler zählen: «Sie haben uns die alten Dossiers überlassen, stehen uns mit Rat und Tat zur Seite, lassen uns aber unser Ding machen. Die Zusammenarbeit funktioniert reibungslos.»

Aus dem Archiv: Fasnachtsumzug Dottikon 2017:

Ein paar Neuerungen haben die Organisatoren im Hinblick auf den Umzug vom nächsten Sonntag, 24. Februar, zwar eingeführt, aber das Rad nicht neu erfunden: «Wir kommunizieren mehr über E-Mails und Whatsapp als bisher, haben die Veranstaltung auf Facebook lanciert und erstmals auch eine Umzugswebsite (www.fasnachtsumzug-dottikon.ch) gestaltet. Sonst halten wir uns jedoch weitgehend an das bewährte Konzept», sagt Rüdisüli. Man habe schon ein paar Ideen für Veränderungen, aber die müsse man ja nicht gleich beim ersten Mal umsetzen.

Fasnachtsumzug Dottikon

Aus dem Archiv: Fasnachtsumzug Dottikon 2017

  

Mit der Vorbereitung, erklärt der OK-Präsident, sei er sehr zufrieden: «Unsere Leute gehen topmotiviert ans Werk, mein Bauchgefühl ist gut, ich denke, wir haben alles im Griff und auch mit dem Wetter scheint es bestens zu klappen.»

Auch die Helferinnen und Helfer haben die neuen Organisatoren nicht im Stich gelassen. Neben Hübelschränzern und Rüeblizunft sind weitere Dottiker Vereine am Umzug engagiert und auch das Jodlerchörli Niederlenz ist wieder mit von der Partie. «Insgesamt sind am Sonntag mehrere Dutzend Leute im Einsatz und sorgen für einen reibungslosen Ablauf», sagt Gregor Rüdisüli.

Gute Mischung am Umzug

Auch mit der Mischung am Umzug ist er zufrieden: «Wir haben Guggenmusiken, Fuss- und Brauchtumsgruppen, Kinder- und Jugendgruppen und auch viele Sujetwagen. Ich bin überzeugt, das wird ein sehr vielseitiger Umzug.» Und auch danach ist für fasnächtliche Stimmung gesorgt: «Im ‹Risi› spielen Guggenmusiken, es gibt eine Bar, eine Kaffeestube und Verpflegungsstände. Wir hoffen, dass die Zuschauer nach dem Umzug noch etwas in Dottikon bleiben und mit uns feiern.»