Bremgarten
Präsidentin: «Langsam steigt die Fieberkurve»

Mit der Premiere am Samstag um 19 Uhr beginnt die zweimonatige neue Saison der Operettenbühne. Bis zum 18. Mai wird Emmerich Kalmans «Die Bajarade» 27-mal aufgeführt.

Lukas Schumacher
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Umschwärmt: Sopranistin Barbara Buhofer in der Rolle der Operettendiva Odette Darimonde. Emanuel Freudiger

Umschwärmt: Sopranistin Barbara Buhofer in der Rolle der Operettendiva Odette Darimonde. Emanuel Freudiger

Im Casino Bremgarten wird angerichtet. Mit der Premiere am Samstag um 19 Uhr beginnt die zweimonatige neue Saison der Operettenbühne. Bis zum 18. Mai wird Emmerich Kalmans «Die Bajarade» 27-mal aufgeführt – ein Marathon, der die gegen 200 Personen hinter und auf der Bühne zünftig fordert.

Das gilt selbstverständlich nicht nur für die engagierten Profis wie die Orchestermusiker, Gesangssolisten, den Regisseur die zwei musikalischen Leiter oder die Chroegrafin, sondern auch für die Laiendarsteller und Chorsänger des Vereins sowie die Restaurantequipe und die weitere Helferschar aus Bremgarten und Umgebung.

Anspannung und Zuversicht

«Langsam steigt die Fieberkurve», sagte vor der der grossen Klavierhauptprobe Vereinspräsidentin Myriam Rufer. Sie ist Gesamtleiterin der neuen Produktion und tritt in «Die Bajadere» als eine von acht Tänzerinnen des Ballettensembles auf.

«Sehr intensiv» sei das Probeweekend am letzten Wochenende im Casino ausgefallen. Man habe samt Orchester fleissig geübt und werde die Premiere mit einer gehörigen Portion Zuversicht anpacken.

Bei der neuen Operettenproduktion schätzt Regisseur Paul Suter «vor allem die tolle Musik. Komponist Kalman schöpft förmlich aus seinem reichen Füllhorn.» Eine schwierige Herausforderung stelle die Umsetzung der Finali dar.

Bei diesen Endszenen drifte der Komponist stets vom Heiter-Fröhlichen ins Tragische ab. Suter nahm in «La Bajadere» keine tiefgreifenden dramaturgischen Einschnitte vor.

«Einige feine Veränderungen, kleinere zusätzliche Einschübe oder mussten aber schon sein», sagt Suter, seit 2005 Regisseur bei der Operettenbühne Bremgarten.

Knapp 7000 der 12'800 Plätze weg

Am Sonntagabend waren im Vorverkauf knapp 7000 der total 12800 zur Verfügung stehenden Plätze in den 27 Vorstellungen abgesetzt worden. Keine schlechte Zahl.

Sie liegt aber rund 10% unter der Vorverkaufszahl, die man 2011 eine Woche vor der Premiere von «Polenblut», der letzten Operette in Bremgarten, erreicht hatte. «Polenblut» lockte schliesslich rund 11'600 Operettenfans ins Bremgarter Casino.

Sepp Peyer, bei der Operettenbühne zuständig für Werbung/Sponsoring, macht der bis jetzt noch nicht toll gelaufene Vorverkauf «ein wenig nervös. Wir sollten letztlich ähnlich viele Tickets verkaufen können wie vor zwei Jahren, also ungefähr 11'600.»

Falls dies nicht gelingen sollte, klaffe im Budget ein Loch. Das Budget für die neue Produktion «La Bajadere» beträgt nahezu eine Million Franken.

Darin enthalten sind beispielsweise auch rund 65'000 Franken Tantiemen, die an den Musikverlag zu zahlen sind und zu einem schönen Teil dann den Erben von Komponist Kalman sowie den Erben der zwei Librettisten (Textschreiber) von «La Bajadere», Grünwald und Brammer, überwiesen werden.

Vergünstigungen für Jugend

«La Bajadere» soll auch jüngere Leute ansprechen. So erhalten Schulklassen in Begleitung von Lehrpersonen an den Mittwoch- und Sonntagaufführungen eine Ermässigung von 50%. Je 10 Franken Vergünstigung wird Jugendlichen bis 18 an der Abendkasse gegen Vorweisung von Ticket und ID zurückerstattet.

Angehörige des Kanti-Forums Wohlen erhalten stark verbilligte Billetts, und Kantischüler dürfen auch der Generalprobe von heute Donnerstag, 7. März, beiwohnen.

Vorverkauf: www.operette-bremgarten.ch

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